Silikat im Leitungswasser extrem hoch

  • Hallo zusammen

    Ich bin gerade am umziehen und nehme meine 4 Lotl natürlich mit. Da ich in der gleichen Region bleibe und nur die Ortschaft wechsle, habe ich bisher das neue Leitungswasser noch nicht getestet. Jetzt steht am Freitag schonmal der Umzug des Aquariums an und ich wollte die Tiere Morgen schon in die neue Wohnung umsiedeln, wo sie dann in Boxen hausen bis das Aquarium wieder rund läuft.


    Nun habe ich heute mit schrecken gemessen, dass der Silikatwert so hoch ist, dass er gar nicht mehr auf der JBL Skala abzulesen ist. Er ist wirklich Tiefblau, heisst in dem Fall über 6mg/l.



    Erste Frage: Ist das für die Tiere gefährlich?


    Zweite Frage: Kieselalgen und andere Algenarten stellen wohl dann auch ein Problem dar? Habe auch am vorherigen Wohnort immer schon Algenprobleme gehabt, mit einem Silikatwert von 2-3mg/l. Trotz vielen, wirklich vielen Pflanzen.


    Dritte Frage: Wie kann man den Wert senken?



    Ich habe was von Harzfiltern gelesen oder halt mit einer Osmoseanlage. Aber immer Osmosewasser herzustellen erscheint mit sehr aufwändig für ein 350l Becken. Zudem hätte ich gar nicht genug Platz für so eine Anlage. Da ich sowieso eher grenzwertig weiches Wasser habe (5 KH, 7GH), habe ich zudem Angst das jegliche Filter auch immer einen Teil dieser Mineralien zurückhalten.


    Was meint ihr was ich tun sollte?

  • Ah und noch was, falls jemand Erfahrung mit Osmoseanlagen hat, wie viel härtet ihr denn wieder auf? Also auf welchen Wert und mit was?

    Habe gesehen dass es relativ kleine Anlagen gibt, nur das Sammeln des Wassers wäre da noch ein zu lösendes Platzproblem :/

  • Ich würd den Silikatwert erstmal getrost ignorieren,Silikat allein ist nicht das Problem,der wird erst zum Problem wenn er zB. mit einem erhöhten Phosphatwert in Kombination auftritt,hab hier bei mir auch einen extrem hohen Silikatwert ohne dass dadurch Algenprobleme entstehen.


    Von Harzfiltern würde ich Abstand nehmen da Austauschharze,wie der Name schon sagt,zwar Sachen aus dem Wasser ziehen,im Gegenzug aber auch etwas ans Wasser abgeben und da wir ja wissen dass unsere Axolotl sehr empfindlich auf viele im Wasser gelöste Stoffe reagieren,die bei Fischen unproblematisch sind, würd ich da nichts dem Zufall überlassen und lieber sagen "Finger weg". :soldier:


    Ich denke wenn du dafür sorgst dass Nitrat und Phosphat auf niedrigem Niveau bleiben kannst Du Dir zusätzliche Filtermedien oder Wasserpanschereien mit Osmosewasser und anschließendes aufhärten sparen. ;)

    "Menschen sind eine faszinierende Spezies,in einem Universum voller Wunder haben sie es tatsächlich geschafft die Langeweile zu erfinden!" :smok:


    Terry Pratchett

  • Okey das beruhigt mich jetzt. Die Phosphatwerte sind tatsächlich fast Null, also dann wohl kein Grund zur Sorge.

    Ah und noch eine Frage: Ich hatte ja in der alten Wohnung viele Grün und Fadenalgen. Nun möchte ich nochmal neu anfangen was Pflanzen und Einrichtung angeht. Also Pflanzen von Algen befreien und noch viele mehr einsetzten und natürlich den Bodengrund mal abbacken und ebenfalls von Algensporen befreien. Nun hat es ja sicherlich im Filter auch einiges an Algensporen. Soll ich den irgendwie auch ausspülen oder die Bakkis eher in Ruhe lassen?

  • Es ist jetzt die Frage, ob du komplett von vorne starten willst oder nicht....

    Bei einem völligen Neustart würde ich alles komplett neu machen. Incl. der Einfahrphase! Gleich von vorn herein massig Pflanzen! Auch schon Größere! Dann ist das Algenproblem nicht ganz so riesig. Dennoch bilden sich in der Anfangszeit immer zuerst die Algenphasen! Je mehr Pflanzen du aber gleich drin hast ( schnell wachsende), desto weniger Chance besteht für die Algen....

  • Also ganz neu einfahren möchte ich schon vermeiden. Habe nur 15min Zügelweg also sollten die Bakterien im Filter das gut überstehen. Nun ist einfach die Frage ob das Algenproblem mit mehr Pflanzen und sauberer Einrichtung schon genug angepackt ist. Oder ob die Algen im Filter ein Problem darstellen.

  • Das Problem bei Algen ist ja immer, ob sie genug Konkurrenz bekommen oder sich frei vermehren dürfen. Wenn du mit viel Pflanzenmasse gegensteuerst, dürften die Algen im Filter eigentlich keine Chance haben, sich zu verbreiten. Auch ist zu bedenken, dass du ja schon unglaublich viele nützliche Bakterien weghaust, wenn du die Einrichtung säuberst und den Bodengrund abbackst. Würdest du jetzt den Filter noch spülen, käme das für mich einem Becken-Neustart gleich, denn die Backis sind hauptsächlich in Bodengrund und Filter.
    Mir wäre wichtiger, mal über das alte Becken zu reden und da evtl. Problemchen rauszufiltern, die es dann nach dem Umzug zu vermeiden gilt, sonst stehst du am Ende genauso mit Algen da wie im "alten" Becken ;)

  • Ich habe ja schonmal einen Thread erstellt zu den Algen vom alten Setup. Also dort hatte das Leitungswasser regelmässig viel Phosphat, ich habe dann die Wasserwechsel nur noch bei geringeren Mengen im Leitungswasser gemacht aber ohne Erfolg.

    Mittlerweile denke ich liegt es an meiner Pflanzenwahl. Ich habe ganz zu beginn eher nach Auge gekauft, also Valisnerien, Anubias, Echinodorus… und die meisten Pflanzen haben zwar überlebt aber sind nie richtig gewachsen oder halt eben viel zu langsam. Hab mir jetzt mal 10 Bund Riesenvalisnierien, 5 Bund falschen Wasserfreund und ne riesige Efeutute bestellt/gekauft. Die Efeutute lass ich dann reinhängen. Sonst noch Vorschläge für Grünzeug? 8o


    Meint ihr es könnte noch an was anderem gelegen haben? Beleuchtung wurde im anderen Thread ja auch besprochen. Habe nun auch seit dem eine Beleuchtungspause über Mittag gemacht, hat aber nichts gebracht. (Insgesamt Licht: 8h)

  • Na wenn du schon einen entspr. Thread hast, ist es doch supi, ich gebe zu, danach habe ich jetzt nicht geguckt, Asche auf mein Haupt :S

    Wichtig gegen Algen sind eben schnellwachsende Pflanzen, damit diese mit ihrem erhöhten Nährstoffbedarf den Algen ordentlich Konkurrenz machen. Bei vielen Shops kann man da einen Filter "schnellwachsend" setzen, das was dann übrig bleibt, kann man sich auch nach Auge aussuchen ;) sie sollten eben nur mit unseren recht kalten Bedingungen zurecht kommen, sonst verlangsamt sich das Wachstum wieder oder stellt sich komplett ein.

  • Die gewählten Pflanzen klingen schon mal gut, bitte bei der Efeutute darauf achten, dass du den Blattglanz abwäschst bevor du sie reinhängst.

    Vielleicht bleibt auch zu viel Futter übrig, dass dann auch zum Nährstoff für die Algen wird? Mal beobachten, ob die Süßen alles fressen, was du reinwirfst.


    Ganz algenfrei wird das Aquarium nie sein, ist schließlich ein Biotop und da gehören auch Algen dazu. Wenn es wieder zu stark wird, bleibt wohl nur die mechanische Entfernung.

    Ich habe gerade gute Erfahrungen mit einem Putzhandschuh für Aquarien gemacht, das ist ein Wollhandschuh in den Metallfäden eingearbeitet sind, damit kann man dann über die Pflanzen und Steine streichen. Die Algen bleiben im Handschuh hängen und man kann sie dann unter fließend Wasser auswaschen.

  • Futterpellets fisch ich eigentlich immer wieder raus, schau auch meistens zu wie sie fressen.


    Ja ganz Algenfrei geht nicht, finde nur die Fadenalgen und pelzigen Beläge nicht schön, aber solang es nur mich und nicht die Lotl stört 8o


    Und das mit dem Handschuh muss ich mal ausprobieren, nehm sonst die Höhlen beim Wasserwechsel immer raus zum abschrubben.

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