Re-Vergesellschaftung nach Verbissen

  • Hallo zusammen, ich habe da mal selbst eine etwas komplexere Frage, die ich mir hier anhand anderer Threads nicht so gut selbst beantworten kann. Vielleicht könnt ihr mir helfen...

    Im August 2025 hatte ich einen Thread im KH-Board eröffnet wegen eines Verbisses bei meinem Goldalbino. Da war nach ein paar Wochen soweit alles in Ordnung, der Stumpf war gut regeneriert, er hat gut gefressen, also ab zurück ins Becken, weil er mir sonst auch einen fitten Eindruck machte. Jetzt kommt das große LEIDER, denn leider hat es keine zwei Wochen gedauert und sein "Kumpel" Gustav hat ihm auch das andere Vorderbeinchen abgebissen. Wieder TA, Amputation und Mikrobiologie auf etwaige pathologische Keime, mikroskopische Untersuchung, alles opB. Er hat auch nie Belag gehabt, richtig Futter verweigert oder andere Krankheitszeichen gezeigt. Er war echt fit, vielleicht nur etwas schmächtig. Ich wollte ausschließen, dass er durch eine Infektion geschwächt ist und deshalb drangsaliert wird.

    Tja, dachte ich mir, kann ja nun nicht sein, dass ich ihn deswegen aus dem Becken nehmen muss, er ist schließlich der Älteste von allen! ;( Ich also im Fachhandel ein Gitter besorgt und das Aquarium einmal in zwei Hälften geteilt, jeweils ein Pärchen auf eine Seite. War damals eine schnelle Lösung, weil wir für eine Zeit wegmussten und nur jemanden zum Füttern hatten. Seitdem ist nie wieder was passiert, die beiden Pärchen kommen gut miteinander aus... nur die Jungs hatten irgendwie Probleme. Das ist jetzt seit September so.

    Nun meine Frage: Ich würde natürlich gern wieder eine Re-Vergesellschaftung versuchen, denn eigentlich gehören die vier für mich zusammen. Kann ich das einfach so probieren? Ich will natürlich keine weitere Verletzung riskieren, der Arme hat jetzt schon zwei Beinchen nachregeneriert. Habt ihr da Ideen?

    Ich mache gern noch Fotos von den beiden, vielleicht ist der Uwe auch zu schmächtig und Gustav geht ihn deswegen so an... aktuell verstecken sie sich natürlich. :rolleyes:

    Lieben Dank für eure Tipps! :froehlich:

  • Verletzungen gibt es immer mal. Das kann man kaum ausschließen. Wenn alles gesundheitliche abgeklärt ist, würde ich die einfach alle zusammen lassen. Eine schrittweise Vergesellschaftung (wie z.B. bei Pferden) ist bei Lotln nicht so sinnhaft;).

  • :keineAhnung:nööö, kann schon passieren.

    Gibt es genug Platz und Versteckmöglichkeiten, so daß sich die Tiere aus dem Weg gehen können? Gesundheitlich ist ja nichts auffällig. Dann spricht auch nichts gegen eine Vergesellschaftung.

    Lotl haben kein Teritorialverhalten. Sie schnappen halt nach allem was sich bewegt. Das wird mit fortschreitendem Alter weniger. Die Tiere werden ruhiger.

    Sonst bleibt dir nur die dauerhafte Trennung. Das bedeutet aber ein zweites Becken... die Trenngitter sind ja nur eine Übergangslösung.

  • Gut, ich nehme dich beim Wort! :D Ich betrachte das dann mal nicht ganz so verkopft und probiere es aus!

    Ich habe zwei große Höhlen mit je drei Eingängen drin, Pflanzen werde ich nochmal aufforsten, da hat auch durch das Gitter jetzt einiges gelitten. Ich werde berichten, ob wir wieder Frieden stiften konnten. Danke TomtesKeks :thumbup:

  • So, wie besprochen, aus zeitlichen Gründen leider erst vor zwei Wochen, Becken umgeräumt, Gitter raus, aufgeforstet. Habe euch mal ein Beckenbild drangehängt. Heute komme ich nach Hause und was sehe ich? Dritter Verbiss beim gleichen Tier, Schwanzspitze ausgefranst, Schwimmsaum eingerissen. Wundrand begradigt und DSB zur Pilzprophylaxe.

    Ich weiß nicht mehr weiter :keineAhnung: So viel Pech kann ein Tier alleine nicht haben...

  • Ich mache gern noch Fotos von den beiden, vielleicht ist der Uwe auch zu schmächtig und Gustav geht ihn deswegen so an... aktuell verstecken sie sich natürlich. :rolleyes:

    Wie war das mit den Fotos :frech:

    Also wenn ein Tier deutlich "schmächtiger" ist, kann das schon problematisch sein...

    Ist der neue Verbiss beim Füttern passiert oder "einfach so"?
    Wenn das unabhängig vom Füttern passiert ist, spricht das dafür das das Tier ein gesundheitliches Problem hat, das man aber nicht sieht... denn geschwächte Tiere werden öfter verbissen.
    Da würde nur eine dauerhafte Trennung helfen.

    LG Michaela

    Laß` dir von keinem imponieren, der dir erzählt:
    "Lieber Freund, das mache ich schon seit zwanzig Jahren so!"
    - man kann eine Sache auch zwanzig Jahre lang falsch machen.
    Kurt Tucholsky

  • Ich wüsste nicht, warum die Tiere hungern sollten, wenn sie seit vier Jahren jeden Sonntag mind. 10 Pellets pro Tier bekommen und ich darauf achte, dass jedes Tier seinen Anteil kriegt. Dann würde es ja auch mal ein anderes Tier treffen. Der Goldi war leider immer schon schmaler.

    Das Thema Krankheiten hatten wir damals schon durch und steht auch oben, wir haben beim TA mit Mikrobiologie und mikroskopischer Untersuchung Erreger ausschließen lassen. Der Verbissene hat auch keinerlei Krankheitszeichen, weder damals noch heute. Als sie getrennt waren, gab es ja auch null Probleme. Welche Infektion würde sich 9 Monate zurückhalten?

    Fotos kann ich machen, allerdings frage ich mich auch dann, warum es immer nur das eine Tier trifft, wenn die Mädels in etwa gleichgroß sind wie das verbissene Tier. Ich muss den Beißer rausfangen und bis ich zuhause bin, dauert es noch. Daher bitte etwas Geduld...

    Dann bleibt uns nichts anderes übrig, den Beißer zu vermitteln, denn ein zweites Becken wird es nicht geben.


    Hmm... hab was vergessen.. einen Tag nach dem Verbiss eierte das eine Mädel. Könnte jetzt einfach wieder ein richtig dummer Zufall sein, wenn es beim Balzen grob zuging.

    Ich mach euch Fotos und berichte dann.

    Einmal editiert, zuletzt von TomtesKeks (11. Mai 2026 um 22:12) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Abby94 mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Wenn ein Tier schwächer ist als die anderen muss da ja nicht zwingend eine Infektion zu Grunde liegen!

    Vielleicht hat dieses eine Tier irgendein für uns nicht sichtbares Handycap...
    vielleicht ist es langsamer, bewegt sich aus Sicht der anderen merkwürdig, riecht aufgrund irgendeiner innerern Inballance für die anderen lecker, vielleicht ist es auch einfach ein Omegatier auf dem alle anderen herumhacken... :keineAhnung:
    es gibt zig Möglichkeiten warum die anderen es verbeißen... wir können auch nicht rein schauen.

    Es gibt dann nur die Möglichkeit zu trennen: Entweder das verbissene Tier raus nehmen
    Oder wenn tatsächlich nur ein anderes Tier für die Verbisse verantwortlich ist - dieses raus nehmen.

    LG Michaela

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    Kurt Tucholsky

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