Mein Pflanzen sind am Absterben

  • Hallo Miteinander


    Ich habe das Problem, dass meine Pflanzen am Absterben sind.


    Das Becken hatte ich eingerichtet mit verschiedenen Pflanzen, welche für Axolotl-Becken in Frage kommen. Der Bodengrund enthält keine Erde, sondern besteht nur aus Axogravel. Das Wasser wird auf 18 °C gekühlt und mit einem HMF gefiltert. In der Einlaufphase habe ich etwas gedüngt (aber ohne Chelatkomplexe) und auch CO2 zugegeben.


    Als nach 4 Monaten die Axolotls eingezogen sind, ging es den Pflanzen wunderprächtig (Bild 1). Seither habe ich keinen Dünger mehr zugegeben, in der Hoffnung, die Axolotls produzieren genug davon. Dem scheint jedoch nicht so. Der Nitratwert kommt gerade mal auf 4 mg/l, Phosphat und Eisen liegen bei 0.0 mg/l. (Ammoniak und Nitrit sind auch bei Null.) Mit den Pflanzen ging es bald bergab. Die einen verkümmerten schnell, bei den anderen geht es langsamer. (Der oben aufschwimmende Froschbiss wurde aber vom Wildling gefressen. Wohl bekomms.) Nach weiteren 4 Monaten sieht es jetzt leider so aus (Bild 2).


    Ich denke die Pflanzen leiden an Nährstoffmangel. Oder wie seht ihr das?


    Die LED-Beleuchtung war bis anhin für 8 Stunden pro Tag ein. Jetzt habe ich sie reduziert, da ich einen erneuten Algenbefall habe. Nach einer kurzen Phase mit Kieselalgen habe ich jetzt eine andere Algenart, die sich leider an der verbleibenden Wasserpest hält (Bild 3).


    Den Axolotls selber geht es prima. Sie wachsen und sind munter.
    Wie schätzt ihr die Situation ein? Was kann ich ausprobieren?

  • Wie Du schon selbst geschrieben hat, kann man keinen Dünger verwenden. Die Algen wachsen auch ohne Dünger. Echt schade um den schönen Bewuchs. ;(
    Das ist leider ein Hauptproblem, bei unseren Bewohnern. Du kannst nur nachpflanzen und hoffen, dass irgendetwas überlebt. Ich habe z .B. Efeutute und Einblatt (Zimmerpflanzen) in den Becken und ergänze das mi Anubia und Wasserpest Auch Vanisleien überleben und wachsen jetzt endlich bei mir. Aber jedes Aquarium ist anders. Und selbst bei gleichen Bedingungen reagieren die Pflanzen unterschiedlich.

    LG Ines ;)


    Wo immer sich eine Katze niederlässt, wird sich das Glück einfinden. (Sir Stanley Spencer)




  • Da du am Anfang Dünger verwendet hast, würde ich zu einem Neustart raten. Da sind ja nicht nur die Chelatoren ein Problem, sondern auch das z.B. enthaltene Eisen.


    Daher würde ich alles gründlich reinigen (Filter, Bodengrund, Deko) und dann noch mal ohne Chemie einlaufen lassen. Wichtig ist es zu warten bis der Nitritpeak durch ist. Das kann unterschiedlich lange dauern. So lange sollten die Lotl in lebensmittelechten Kunststoffboxen, bei täglichem Wasserwechsel und gründlicher Reinigung, sitzen. Wenn deine Lotl Bd-negativ sind, kannst du während dem Einfahren schon mal den Lotlkot aus den Boxen und Becken geben. Das hilft den Filterbakterien beim wachsen.
    Was an Pflanzen bri einem wächst muss jeder selbst ausprobieren. Auch ist nicht jede Pflanze gleich tot, nur weil sie ihre Blätter abwirft. So lange noch grüne Restchen über sind, im Becken lassen. Oft treiben sie wieder aus. Aquarienpflanzen werden nur "mit nassen Füssen" kultiviert. Daher sind ihre Blätter nicht für das Wasser geeignet und müssen ersetz werden. Darum schwächeln viele Pflanzen am Anfang.

  • Hallo Tomas,


    ich verstehe deinen leichten Frust, die Algen bedeuten unteranderem auch ein Überangebot an Nährstoffen, also pack nochmal neue Pflanzen rein.
    Anubia erscheint mir sehr robust, versuch es nochmal mit Wasserpest und Hornkraut. Efeutute und Einblatt eigenen sich auch als Schwimmpflanze und werden so schnell nicht gefressen.


    ich würde folgendes tun:


    alte Pflanzen drin lassen
    neue Pflanzen dazu
    DK auf 20 Grad stellen
    Posthorn- und/oder Blasenschnecken ins Becken (BD-Frei)

  • Wasserpest und Hornkraut hat er ja schon.
    Aber wie old Maddin :saint: sagte, mehr Pflanzen rein. Ist das beste Mittel gegen Algen. Echinodorus und Cryptocoryne geht auch gut. Die Blätter evtl. abschneiden und die Wurzeln auf 2 bis 3 cm kürzen. Einpflanzen. Weiter geht's. Lass die Wasserpest mal treiben, bis sie länger ist. Kannst sie dann wieder einsetzen. Mit zunehmendem Wachstum Beleuchtungszeit langsam wieder hoch. Bei mir 10 Stunden + je ne halbe Stunde Dämmerung = Dschungel!!!
    Pflanzen sind erst tot, wenn sie total Matsch sind. Alles andere rentiert, zu päppeln.

  • Hallo Tomas, ich hänge zusätzlich oben noch Zimmerpflanzen mit Wurzeln rein, die ziehen auch Nährstoffe raus. Die habe ich in der Gärtnerei gekauft, Erde gründlich weg, Wurzeln in Filterwatte gewickelt und in ein Stück Nylonsöckchen, dann mit Saugnapf an die Scheibe....
    Lässt sich auch leicht abnehmen, fals ich das AQ sauber mache.
    (Ist aber auch Geschmackssache... :) )Screenshot_20210415-085023_Gallery.jpgScreenshot_20210415-084141_Gallery.jpgScreenshot_20210415-084128_Gallery.jpg

    Liebe Grüße
    Goldi 23 :)


    Manche Menschen spüren den Regen,
    andere werden nur nass.

  • Die neuen Algen sind vermutlich grüne Fadenalgen, die habe ich auch immer nach oder mit den Kieselalgen. Was geht, absammeln (z.B. mit einer extra Aquarien Zahnbürste) und Geduld haben. In meinem Becken fühlt sich unter anderem der Blütenstillose Sumpffreund (Limnophila sessiliflora) sehr wohl. Der wächst schnell und nimmt so überschüssige Nährstoffe auf.

  • Hallo Miteinander


    Vielen Dank für die vielen Antworten und Inputs!


    Ines: Danke für Deinen Kommentar, und dass Du mir Deine Erfahrungen mitgeteilt hast. Ich bin froh, dass Du meine Vermutung mit dem Nährstoffmangel bei den Pflanzen bestätigen konntest. Und ja, wie Du sagst, Algen wachsen auch unter solchen, mageren Bedingungen. Ich versuche ein ökologisches Gleichgewicht zu erreichen, wo die Algen nicht Überhand nehmen und wo die Pflanzen gedeihen, oder zumindest überleben.
    Anubia und Efeutute werde ich probieren. Danke für den Hinweis, dass es in jedem Aquarium anders kommen kann und es somit nicht ein Patent-Rezept gibt. Ich werde weiter daran arbeiten, mein Becken zu optimieren.



    Katrin: Wie geschrieben, habe ich eben keine Dünger mit Chelatoren verwendet und somit auch kein Eisen-Chelat.
    Danke für Deine Erläuterung zu den Pflanzen. Das macht mir Hoffnung!


    martin: Danke für Deine Vorschläge. Und ich werde genau das machen: Neue Pflanzen einsetzen. Posthornschnecken habe ich bereits. Da sie noch zu klein sind, sind sie separiert. Aber sei befreien bereits perfekt die Pflanzen, welche ich ihnen gebe, von den Algen.


    Uwe: Danke viel Mals für Deine Ratschläge und für die Angabe, was Deine Beleuchtungszeit ist. Ich werde das mit den verbleibenden Pflanzen so machen wie Du empfiehlst.
    Das Dschungellicht vorher und nachher habe ich auch ;-)


    Sabine: Dein Aquarium gefällt mir sehr. Tolle Idee, so zu bepflanzen!!


    Vicky: Die Pflanzen wurden vorgängig mit reinen Nitrat- und Phosphat-Lösungen gedüngt (Easy-Life, Niederlande)


    @Lau: Die Wurzeln sind echt und werden, wie alle Objekte im Aquarium, regelmässig gereinigt.
    Übrigens: Der Algenbefall ist bei einer Holzart deutlich geringer als bei den künstlichen Höhlen. Die Algen wachsen aber generell überall, auch auf Stein.


    Meike: Danke für die Identifizierung. Die Wasserpest versuche ich jetzt durch die Posthornschnecken reinigen zu lassen (siehe oben).
    Ich staune, dass Du eine Limnophila sessiliflora hast. Die ist ja eher wärmere Temperaturen gewöhnt. Was ist Deine Wassertemperatur?


    Nochmals vielen Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben. Ich finde es toll, dass es dieses Forum gibt!

  • Das Holz selber schadet den Axolotl nicht. Aber parasitäre Einzeller die sich daran festsetzen. Und diese mögen auch die Axolotlhaut und die Kiemen.
    Eine Übertragung dieser Einzeller ist viel höher wenn man Holz im Becken hat.
    Das funktioniert bei Fischen, aber leider nicht beim Axolotl
    Daher kein Holz.

  • Einzeller bilden sich ja schnell. Das kennt man ja von Heu und Wasser. Das geht binnen Stunden.
    Wie geschrieben, bei Fischen kein Problem durch andere Hautbeschaffenheit.
    Auf bei Molchen nach der Metamorphose kein Problem. Durch die Metamorphose verändert sich auch die Haut.

    Liebe Grüße von Christina


    Je ne regrette rien (Edith Piaf)

  • Niemand lebt steril.
    Würde auch nicht funktionieren.



    Philosophisch
    Entstehungsgeschichte Erde
    Aus dem.Nichts entstand das erste Leben...

    Kein Tag hat genug Zeit, wenn wir uns nicht genug Zeit nehmen :cool:



    Viele Grüße aus der Oberlausitz

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