Angepinnt Chytridpilz und Tupferproben neue Erkenntnisse

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    • Chytridpilz und Tupferproben neue Erkenntnisse

      Neuste Erkenntnisse zum Chytridpilz (BD) und Probenentnahme

      Bislang wurde bei einem Chytridverdacht im Aquarium immer gesagt: hat es einer, haben es alle oder umgekehrt, wenn ein Tier Chytridfrei ist, sind es alle anderen im Becken auch.
      Das stimmt so nicht mehr!

      Es gibt Studien (unveröffentlichte Daten) aus großen Zoos innerhalb der EU welche große Mengen an netoenen Ambystomatiden wie A. mexicanum, A.dumerilii und A. andersoni pflegen.
      Hier wurde Tupferproben von allen Tieren einzeln entnommen.
      Fakt ist, das es im Becken sowohl Chytridinfizierte Tiere als auch Tiere gab, bei denen noch kein Chytrid mittels PCR nachgewiesen werden konnte (ob wirklich Chytridfrei oder die Keimzahl für die PCR noch zu gering ist läßt sich so nicht nachweisen). Tupfert man gerade die Tiere mit geringem Befall kann es zu falsch negativen Ergebnissen in der PCR kommen!

      Fazit: entweder tupfert man jedes einzelne Tier extra mit einem Tupfer oder man nimmt ein Tupfer und tupfert mit diesem einem Tupfer alle Tiere in einem Becken und nicht nur eine Auswahl an Tiere!

      Bei Tieren die noch in Einzelboxen sitzen, kann man somit Chytrid auch übertragen und deshalb empfiehlt sich hier ein Einzeltest pro Einzeltier in einer Box (Außer sie sitzen zu zweit in der Box dann tupfert man mit einem Tupfer eben beide Tiere) .
      Liebe Grüße von Christina

      Je ne regrette rien (Edith Piaf)


      EMail: Allmeling@axolotlkolonie.de
    • Sehr interessant, danke für die Info!
      Ich frage mich jetzt ob es denn dann wirklich nötig ist generell das ganze Aquarium platt zu machen und zu reinigen wenn der Pilz also folglich nur an einzelnen Lottis haftet und nicht alles verseucht ist?
      Also folglich wäre es am besten jeden Lottl abzutupfen und nur positive zu behandeln, damit unbefallene nicht die Itra Behandlung über sich ergehen lassen müssen?

      Oder gilt dennoch weiterhin - wenn einer dann alle und es geht nur darum dass auch die BD - Last eines einzelnen unter der PCR Nachweisgrenze liegt (was ja dann eig als negativ zu Werten ist da die Methode sehr sensitiv ist) und andere bzw das ganze Becken dennoch betroffen sein können?
    • Welche Forscher meinen, dass die Amphibien in unserer Fauna sich langsam gegen BD Immun werden - es gibt lleider keine Beweise, es sind nur Aussagen gegen Bsal

      Ich frage mich grade wenn ja: wieso dann die Lotl nicht?
      - De danske axolotler -


      dänische hobby-Schäferin mit ihren 18 Schafen - :pcwork:



      æ æe ug i æ å - syndejysk muss am Leben bleiben! :thumbup:
    • Das bedeutet im Grunde genommen auch, wenn ich alle Tiere in einem Becken abstreife. Und nur ein Tier theoretisch positiv ist, ich die nachfolgend abgetupferten mit BD infizieren könnte. Das ist wirklich bitter.
      Oder habe ich da jetzt etwas falsch verstanden?

      Im Umkehrschluss wären bei einem grösseren Bestand, was bei Hobbyzüchtern durchaus üblich ist, dass die Kosten jedes einzelne Tier im Bestand zu testen das Budget vieler Axolotl-Züchter absolut übersteigen würde.

      Diese neue Erkenntnis ist wirklich erschreckend.
    • wichtig ist Abgabetiere zu testen um BD also Chytrid nicht weiter zu verbreiten. Auf Hinweise Bestand oder Eltertiere sind chytridftei würde ich mich nicht verlassen. Kommen bei mir oder ins Center neue Tiere, teste ich sie während der Quarantäne immer nochmal nach. So bin ich auf der sicheren Seite. Die Tests sind günstiger als alles zu erneuern und auch als ev folgende BehandlungenDennoch nehme ich nur Tiere aus fpr mich ersichtlich sicheren Beständen auf.
      Ich möchte keine weitere Verbreitung von ungetesteten Tieren die Chytrid locker weiter verbreiten.
      Zum Grenzübergreifenden Handel von Urodelen gibt es bzgl Bsal auch eine neue EU Verordung die besagt das gar keine Tiere die nicht auf Bsal getestet sind mehr gehandelt werden dürfen und die Hygienemassnahmen sind auch richtig übel.
      Dazu sber später mehr wenn ich noch mehr Infos habe. Dies betrifft aber erstmal nur den Handel und nicht den Tausch von Heimtieren aus sicheren Beständen.
      Fakt ist aber ein Verbringen über die Grenzen für alle Lurche ist nur noch mit grossen Auflagen möglich.
      Liebe Grüße von Christina

      Je ne regrette rien (Edith Piaf)


      EMail: Allmeling@axolotlkolonie.de
    • Hallo Christina

      Das was Du weiter oben geschrieben hast, beunruhigt mich jetzt. Ich gehe mal davon aus, dass ich nun meine gesamten Abgabetiere einzeln testen müsste um sicher zu gehen, dass da nichts ist. Aber selbst wenn nur eins der derzeitigen Aufzuchtlotl BD hätte, könnte sich der Pilz durch den Boxenwechsel bereits weiter verbreitet haben, bevor das Ergebnis eintrifft. Abgesehen davon ist es natürlich auch sehr schwer, gerade so kleine Tiere vernünfig abzustreichen. Da wäre eine hohe Fehlerquote. Mal ganz abgesehen davon, dass die Abgabetiere dann mit aktuellem BD Abstrich bei über 30,-- Euro lägen und dann nicht einmal eine wirkliche Gewähr vorhanden wäre, dass sie tatsächlich BD frei wären.

      Damit müsste jeder zukünftige Neuhalter nochmals selbst das Ergebnis des Vorgängers überprüfen. Und selbst dann kann man nicht sagen, wo die Übertragung statt gefunden hat. Rein rechtlich gesehen, ist es dann sehr schwer, für jeden, der Tiere aufzieht, diese überhaupt noch abzugeben, da er er quasi vor der Abgabe direkt den Test machen müsste.

      Gibt es da schon Ergebnisse aus dem Forenteam, wie man die ganze Sache vernünftig lösen könnte?

      Mir selbst ist es ja schon unter gekommen, dass ich Tiere mit BD abgegeben habe. Da war der letzte aber schon 5 Monate her. Die Tiere wurden dann bei mir behandelt, da ich das den neuen Halter nicht zumuten wollte und nach dem Kontrollabstrich wieder ausgehändigt. Aber selbst hier kann ja dann auch schon wieder nicht ausgeschlossen werden, dass es nicht irgendwie eine neue Ansteckung gibt.
      LG Ines ;)

      Wo immer sich eine Katze niederlässt, wird sich das Glück einfinden. (Sir Stanley Spencer)

      Forentreffen in Börnicke bei Bernau (Berlin) findet am 06.07.2019 statt. ^^



    • hi für Bsal im Handel gilt zum Beispiel schon eine Pflicht jedes Tiere einzeln zu testen. Hier geht man aber von grösseren Mengen aus.
      Wenn man geringere Mengen an Abgabetiere hat kann man ja bei Chytrid Sammelproben nehmen. Z. B. alle drei oder fünf Boxen mit einem Tupfer . Dann muss man es nur protokollieren welche Boxentiere das genau waren und sie hinterher nicht vermischen.
      Liebe Grüße von Christina

      Je ne regrette rien (Edith Piaf)


      EMail: Allmeling@axolotlkolonie.de
    • Danke Ines, daran hatte ich auch schon gedacht. Ich bin gerade sehr verunsichert. Eigentlich wollte ich so langsam einen weiteren Kontroll Abstrich machen. Ich habe drei Tiere in meinem Becken. Heißt es dann immer noch, hat ein Tier es haben es alle, oder teste ich sie einzeln und behandel nur das betroffene Tier? Mache das Aquarium neu.... sehr verwirrend das Ganze.
    • Verstehe das Problem nicht so ganz ?(
      Wenn ihr Lotl aufzieht, könnt ihr doch alle Kleinen (sofern es nicht gleich mehr als 10 sind) mit einem Tupfer abstreichen, wenn sie ca 10-12cm groß sind und das dann einsenden. Wenn dann negativ, dann negativ. Denn ich denke kaum das jetzt jemand anfängt für jedes einzelne Flusentier eine Box + Wechselbox + Zubehör anzuschaffen.
      Ich glaube man muss nicht überaktiv sein aber ein Test der Zwerge vor Abgabe und dann eben mit einem Stäbchen ca 5 Tiere abstreichen sollte doch passen. Dann kostet das Tier statt 10€ eben 15€ aber immernoch besser als BD. Selbst wenn sie 20€ kosten, sollte das in Ordnung gehen. Wem der 20er schon zu viel ist, sollte generell mal drüber nachdenken, wie sinnvoll dann die Lotlhaltung (oder generell Tierhaltung) für ihn ist
      Liebe Grüße, Katja
    • Ich bin da etwas zwiegespalten, gerade auch wegen meiner Erfahrungen Berufswegen. Ganz ehrlich, egal von wem ich ein Tier übernehmen würde, würde ich wie Christina ja auch schrieb immer nochmal selbst einen Abstrich machen. Man kann jeden Abstrich, ohne hier jemanden etwas zu unterstellen, falsch negativ machen. Das ist in der Humanmedizin leider auch recht weit verbreitet.
      Von daher sehe ich auch die neuen Halter in der Pflicht. Die Abgabepreise müssten nochmal neu diskutiert werden, je nachdem ob nun Gruppenabstriche oder Einzelabstriche verlangt werden. Laut der letzten Diskussion von 2017 waren wir bei ab 1,50 € pro cm. Was ich persönlich schon recht günstig finde.
      Für mich, wenn rechtlich nichts dagegen spricht, würde ein Test wie bisher reichen, auf den ich mich aber wie gesagt nicht verlassen würde. In der Quarantäne hier bei mir wird noch ein Abstrich gemacht und wenn der negativ ist, bin ich beruhigt und die Gesundheit der Tiere, um die es geht, gesichert.
    • Ich teste meine auch nochmal, obwohl sie getestet waren. Demnächst sind sie auch fällig denn ich glaube die Zeit im Becken sollte jetzt ausreichend sein.

      Ein Züchter ist aber auf der sicheren Seite, wenn er vor Abgabe testet und das Formular dann im Original vorlegen kann. Bisschen Vertrauen gehört immer dazu. Wenn man will, kann man immer bescheissen - egal bei welchem Tier und da hab ich grad in der Hunde und Pferdewelt schon die tollsten Sachen von tätowierten Nasen über gespritzte Füsse und / oder Beruhigungsmittel erlebt.
      Liebe Grüße, Katja
    • Das muss noch nicht mal böse Absicht sein, beim Abstrich mein ich, nicht beim Tätowieren.
      Das ist schon wichtig richtig zu streifen, kann mir gut vorstellen, das der ein oder andere sich nicht richtig traut.
      Ich hab ja auch gesagt ein Test muss schon sein.
    • Also ich nehme nur Tiere aus BD frei getesteten Beständen. Trotzdem kann ja keiner wirklich garantieren, dass da kein BD ist/mehr ist. Deshalb werden bei mit Tiere, die in Quarantäne sitzen noch einmal getestet, bevor sie ins Becken kommen.
      Aber 100prozentige Sicherheit gibt es nie. Unser TA sagt, wenn der Pilz einmal irgendwo war, dann bleiben immer auch Reste, die man durch einen blöden Zufall wieder ins Becken bringt. Er ist sich sicher, dass man das nie gänzlich ausrotten kann. Vor allem, da die Sporen ja wohl sehr langlebig und wiederstandsfähig sind.
      Viele Grüße von Susanne und unserem Zoo
      2 Hunde, 1 Perserkatze, 2 "Draussenkatzen", 8 Zwergpapageien, einige kleine Fische,
      1 Kampffisch, 3 Landschildkröten
      Uuuuuuund 3 Lotln. :D :D :D :thumbup:
    • Ich denke man sollte sich da auch nicht allzu verrückt mit machen. Ich hab einen Hund mit einer Aspergilloseinfektion. Das Biest zerfrisst den Hundekopf quasi von innen, in manchen Fällen betrifft es auch den ganzen Körper. Ich könnte ihn jetzt jeden Monat testen lassen oder mich bisschen entspannen, weil man sich sonst total verrückt macht.
      Wenn man neue Tiere bekommt, einfach nur aktuell getestete nehmen und wenn man unsicher ist, Zuhause nochmal nachtesten.
      Liebe Grüße, Katja