Kurze Kiemen und alleinige Haltung

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    • Kurze Kiemen und alleinige Haltung

      Hallo ihr Lieben,

      seit nun 1 1/2 Jahren bin ich Besitzerin einer - wie ich vermute - Axolotl Dame. Sie wurde mir damals alleine übergeben mit der Aussage, dass sie jegliche Mitbewohner im Aquarium anfrisst und das nicht nur sporadisch. Seitdem ist sie bei mir in Einzelhaltung, dabei überlege ich oft, ob es nicht sinnvoll wäre zumindest einen weiteren Lotl hinzu zu holen. Hierbei würde ich mich über Erfahrungen freuen, von Leuten die vielleicht ähnlich fressbegeisterte Aquarienbewohner hatten.

      Ein weiteres Problem (ich weiß nicht so recht, ob es wirklich eins ist) ist, dass ich das Gefühl habe, dass die Kiemen über die Zeit recht kurz geworden sind. Die Wasserwerte sind immer soweit in Ordnung. Ich bin verunsichert, ob es auch einfach genetisch bedingt sein kann oder sonstige Einflüsse dabei eine Rolle spielen.

      Anbei füge ich ein paar Fotos hinzu. Von der Dame zu Anfang und dem Zustand jetzt.

      Ich bedanke mich schon einmal für eure Antworten. :)
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    • Die Dame sieht doch ganz gut aus.
      Interessant wäre zu wissen, warum sie früher andere Lotl gebissen hat. Vielleicht waren die ja wesentlich kleiner als sie und wurden schlicht mit Futter verwechselt.
      Grundsätzlich sind Axolotl friedliche Tiere, wenn die Größenunterschiede zu stark sind, kann es passieren, dass beim Fressen ein wesentlich kleinerer Artgenosse mitangeknabbert wird.

      Evtl. würde sie sich mit einem gleichgroßen Artgenossen ganz wohl fühlen. Die Kiemen haben sich schon verändert, aber sie ist ja auch gewachsen, allerdings könntest Du die Kiemenfrage mit Bild und genauen Wasserwerten auch noch einmal im Krankenboard stellen.
    • Ich hatte auch einen angeblichen Kanibalen :whistling: .
      Meiner Lotldame hat er nie was abgebissen.

      Ich vermute, er ist mit mehreren Geschwistern zusammen in einer Box aufgezogen worden. Dabei hat er die kleineren für Futter gehalten. Da lag das Fehlverhalten an der nicht optimalen Aufzucht.

      Je älter sie werden, um so ruhiger werden sie auch. In einem gut strukturierten Becken mit genügend Höhlen und Pflanzen können sich die Tiere gut aus dem Weg gehen. Dann passiert in der Regel auch weniger. Wenn man dann beim Füttern noch versucht die Tiere auf Abstand zueinander zu halten ( ich warte immer bis jeder in einer anderen Ecke sitzt) sollte eigendlich nicht mehr viel passieren.
      Leichte Verbissen kommen aber immer mal wieder vor. Liegt such daran das die Tiere nicht so gut sehen und alles was sich bewegt auch für Futter halten können.
    • Wie sieht das Becken denn im Ganzen aus? Den Sandboden würde ich austauschen. Sand neigt zum Verdichten und dann kann es schnell Gammelstellen geben, wenn man nicht regelmäßig gut umgräbt.

      Schau mal im Forenshop, da gibt es den Axogravel, den sehr viele hier haben. Wenn Du es natürlicher möchtest gibt es aber auch einen axolotltauglichen Naturkies.

      Auch geeignetes Futter, Höhlen und Pflanzen gibt es dort und wenn Du dich vorher mit einer Mail bei Frank bzw. im Shop unter Kontakt als Forumsmitglied anmeldest gibt es auf viele Produkte noch bis zu 10% Rabatt, das lohnt sich schon beim Bodengrund.

      Wenn ich die Bilder so anschaue, bin ich auch ziemlich sicher, dass es sich um ein Weibchen handelt. Ich würde schauen, dass ich ein mindesten 100x40x40 großes Glasbecken im Baumarkt besorge, hübsch einrichten und dann der Süßen eine gleichgroße Gefährtin oder Gefährten dazusetzen.
    • QueenOfCats schrieb:

      , dass ich das Gefühl habe, dass die Kiemen über die Zeit recht kurz geworden sind.
      Die Kiemen sind durchaus in Ordnung. Man kann die Länge der Kiemen in Relation zu jungen Axolotln nicht mehr vergleichen mit älteren Tieren, da die Kiemenäste nicht in dem Maße wachsen wie der Körper. Bei kleineren sehen die Kiemenäste oft etwas "überdimensional" aus und hängen dann auch mehr nach vorne über und genau das relativiert sich dann mit der Zeit während des weiteren Wachstums. Und so könnte man meinen sie würden kürzer werden.

      Kiemenäste die mitgenommen aussehen oder sogar wirklich an Länge einbüßen, das sieht anders aus. Sie verlieren dann auch die feinen Härchen und die Äste selber sehen nur noch stummelmäßig auch. Das kommt aber in der Regel nur in schlecht geführten Becken vor oder wenn ein Tier sehr krank ist und das nicht erkannt wird. Zustand/Pflege eines Beckens und ob ein Tier gesund ist oder nicht, da sind die Kiemenäste ein sichtbarer indikator. Nicht umsonst verbessern sich Kiemenäste oft schon wenn sie in Boxen einige Wochen gehalten werden, wenn diese täglich frisches Wasser bekommen und gereinigt werden. Sind sie allerdings krank und wird nicht behandelt, wird sich da auch kaum was verändern.

      Die von Deinem Tier sehen ganz normal aus, da kannst Du beruhigt sein :thumbsup:

      Was mich bei Deinen Bildern etwas irritiert ist, auf dem ersten Bild ist doch Kies im Becken. Auf dem letzten Bild Sand. :?:
      Und die Kiemenäste sehen recht unterschiedlich aus, ist das wirklich ein und dasselbe Tier ?
      Von den angezeigten Nrn. der Aufnahmen her paßt das auch irgendwie nicht.
      Stell doch bitte ein Foto vom ganzen Aquarium mal ein, so könnte man mal drüberschauen.... :knuddel
      Liebe Grüsse von Elke

      - Anleitung Bodenmattenfilter
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      - wie Pflanzen einsetzen in Bodenmatte
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      VON "ALLESFROSCH" (mein alter Accountname)
    • Hallöchen :)

      Dann bin ich schonmal beruhigt, dass die allgemeine Meinung Richtung gesunder Kiemen geht.





      Elke schrieb:

      Was mich bei Deinen Bildern etwas irritiert ist, auf dem ersten Bild ist doch Kies im Becken. Auf dem letzten Bild Sand.
      Ich hatte zu Anfang Kies drin, weil ich gelesen hatte, das Sand verdichtet, wenn man ihn nicht häufig genug umschichtet, leider bleibt vor der Dame nichts sicher..sie hat ziemlich schnell angefangen den Boden in Mengen zu Essen, die nicht mehr gut waren. Daher hatte ich mich für Sand entschieden. Den isst sie weniger und vor allem geht der auch ohne Probleme wieder hinaus.

      Elke schrieb:

      Und die Kiemenäste sehen recht unterschiedlich aus, ist das wirklich ein und dasselbe Tier ?
      Und es ist noch ein und dasselbe Tier. :D Mehr Axolotl habe ich bisher noch nicht besessen.

      Anbei stelle ich auch noch ein paar Fotos von meinem Becken ein. Bis auf die Moosbälle hat sie alles an lebenden Pflanzen mittlerweile vernichtet.

      Axolotl-Novize schrieb:

      Wenn ich die Bilder so anschaue, bin ich auch ziemlich sicher, dass es sich um ein Weibchen handelt. Ich würde schauen, dass ich ein mindesten 100x40x40 großes Glasbecken im Baumarkt besorge, hübsch einrichten und dann der Süßen eine gleichgroße Gefährtin oder Gefährten dazusetzen.
      Derzeit ist das Becken 80 cm x 40 cm groß..das scheint mir aber für den Fall eines Gefährten dann auch zu klein zu sein. Sie selbst hat bisher 16 cm. Gibt es dabei denn nochmal große Verhaltensunterschiede zwischen 2 Weibchen oder dann der Pärchenhaltung? Ich würde gerne auf Axolotlnachwuchs verzichten.

      Axolotl-Novize schrieb:

      Wie sieht das Becken denn im Ganzen aus? Den Sandboden würde ich austauschen. Sand neigt zum Verdichten und dann kann es schnell Gammelstellen geben, wenn man nicht regelmäßig gut umgräbt.
      s.o. zum Kies statt dem Sand.


      Meine andere Sorge ist natürlich, dass ich mich nach einem geeigneten Gefährten umschaue und sie letztendlich doch nicht zusammen in einem Becken bleiben können. Platz für ein weiteres Becken hätte ich leider nicht.
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    • Ich würde viel mehr Pflanzen einsetzen. Zum einen sind sie wichtig für ein stabiles Becken. Zum anderen ermöglichen sie es den Tieren auch sich aus dem Weg zu gehen.
      Achte beim Sand unbedingt darauf, regelmäßig umzugrubbern. Sonst bilden sich schnell Faulstellen. Besonders unter Höhlen und Deko ist das schnell passiert. Du kannst auch Axogravel hier aus dem Forenshop nehmen. Der ist wirklich pflegeleicht und schön rund, so das aufgenommener Bodengrund gut hinten wieder rauskommt! ;)

      Wenn du ein zweites Tier dazu holen möchtest, würde ich an deiner Stelle auf ein 100er Becken wechseln. So haben die Tiete genügend Platz, auch Wenn sie irgendwann 30 cm lang geworden sind.
      Zwei Weibchen würde ich persönlich nicht halten, da es so leicht zur Legenot kommen kann. Bei einem Pärchen brauchst du einfach nur die Eier im Becken lassen. Dann nicht füttern und das "Problem" erledigt sich von allein ;) .
    • TomtesKeks schrieb:

      Ich würde viel mehr Pflanzen einsetzen. Zum einen sind sie wichtig für ein stabiles Becken. Zum anderen ermöglichen sie es den Tieren auch sich aus dem Weg zu gehen
      Erst einmal danke für die Antwort. Hast du denn Vorschläge, was sich für Pflanzen noch eignen könnte? Ich habe alles mögliche durch von kleinen bis großen Blättern, aber nach spätestens zwei Wochen hat die Dame alles bis auf die Stiele vertilgt und stehe wieder vor einem leeren Becken :D
      Das ist ziemlich frustrierend.
    • Versuch mal Zimmerpflanzen. Ein Blatt bei Ikea für schlappe 2 Euro. Efeutute als Danke ins Becken gelegt geht auch wunderbar. Beides natürlich ohne Erde, ohne Blattglanz und ohne Blüte.

      Bei mir leben die Pflnzen etwa 1 Jahr in den Kellerbecken. Dann gehen sie ein, weil der Keller sehr kalt ist.
      LG Ines ;)

      Wo immer sich eine Katze niederlässt, wird sich das Glück einfinden. (Sir Stanley Spencer)

      Forentreffen in Börnicke bei Bernau (Berlin) findet am 01.08.2020 statt. ^^



    • Dass deine Dame die Pflanzen vertilgt hat, glaube ich nicht, aber gut.

      Da meine vier auch gerne eine grüne Flosse haben und sämtliche Pflanzen ausbuddeln, bin ich dazu übergegangen, sie mit Angelschnur auf die Höhlen aufzubinden. Das geht sehr gut bei Javafarn, der wächst auch schön dicht. Auch die Bergpalme hält sich gut und Schwertfarn (Anubia) bei mir bis jetzt.

      Gut geeignet ist auch, eine Efeutute ins Becken ranken zu lassen. Dafür eine schöne lange Efeutute im Gartenmarkt kaufen, den Blattglanz gut mit lauwarmem Wasser abwaschen und dann evtl. mit einem Balkongeländertopf ans Becken hängen. Das nehmen die Süßen gerne zum Chillen an.

      Sollte sich deine Dame wirklich nicht mit anderen verstehen, was ich nicht glaube, könnte man in einem größeren Becken (100er) eine Plexiglasscheibe mit Löchern anbringen, sodass das Wasser durchkann, die Tiere aber getrennt sind.

      Wenn es aber genug Pflanzen als Sichtschutz und für jeden Lotl eine eigene Höhle zum Rückzug gibt, wird es keine Probleme geben.
    • Bei mir funktionieren Anubias sehr gut. Auch Speerblatt hält sich ganz tapfer. Moosbälle hast du ja schon :) .
      Schau mal im Forenshop vorbei. Da gibt es einige geeignete Pflanzen. Wichtig ist halt das die mit den eher niedrigen Temperaturen zu Recht kommen.
      Zur Not gehen auch Einblatt und Bergpalme. Das sind Zimmerpflanzen, sie wachsen nur bedingt im Becken. Es gibt sie günstig im Baumarkt mit Gartenabteilung. Die Erde von dem Wurzeln gründlich entfernen. Wurzeln einkürzen und nach gründlichen wässern ins Becken einsetzen. Wenn das Einblatt Blüten hat müssen diese entfernt werden. Das gammelt sonst.