Angepinnt Warum Quarantäne?

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    • Warum Quarantäne?

      Hallo,

      im Forum taucht immer wieder folgende Frage auf:
      „Wieso sollen meine neuen Axolotl in Quarantäne, bevor sie in Becken einziehen?“

      Wie geht die Quarantäne überhaupt? Man bringt die neuen Axolotl für 4-6 Wochen auf diese Weise unter. Während dessen sollte kein gleiches Zubehör (z.B. Futterpinzette) für Aquarium und Quarantäneboxen verwendet werden. Wenn möglich, lässt man während der Quarantäntezeit die Hände komplett vom Becken. Außerdem sollten vor und nach jeder Berührung der Tiere und/oder des Boxenwassers die Hände richtig gewaschen und evtl. desinfiziert werden.

      Wenn das Becken bereits bewohnt ist, ist der Hauptgrund für die Quarantäne eigentlich klar - der Bestand soll nicht mit irgendetwas infiziert werden, das die Neulinge mit sich herumtragen, ohne dass man es gleich sieht. Aber die Quarantäne ist auch sinnvoll, wenn das Becken ganz neu ist!


      Hier nun sechs gute Gründe:

      1. Es gibt Zipperlein, Krankheiten, Infektionen (allen voran der Chytridpilz), die man den Tieren so ohne weiteres nicht ansehen kann. Es braucht gründliche Beobachtung und ggf. einen Test.

      2. Wenn die Tiere sofort ins Becken einziehen und sich dort in Höhlen versteckt halten, kann man sie kaum beobachten. Auffälligkeiten in Aussehen und Verhalten gehen einem schnell durch die Lappen.

      3. Sollte ein Problem vorliegen, kann man sofort problemlos in der Box behandeln. Auch Fotos für die Krankheitsecke sind leicht zu machen. Man erspart sich ggf. eine komplette Desinfektion und Neuaufsetzung des Beckens!

      4. Die Tiere müssen sich an neue Wasserwerte gewöhnen. Damit ist ihr Körper gut beschäftigt. In einer Box ist die Keimdichte sehr viel niedriger als im Aquarium und während der Umgewöhnung ist es gut, wenn die Tiere damit noch nicht belastet sind.

      5. Man lernt die Tiere sehr viel besser kennen als im Becken: welches Tier verhält sich wie? Sind sie in der Lage, selbstständig Pellets zu suchen? Man lernt, welches Verhalten für ein Tier „normal“ ist und kann später so Auffälligkeiten richtig sehen und beurteilen.

      6. Man bekommt eine Routine in der Boxenquarantäne und hat alles nötige Material zu Hause. Sollte eine Boxenhaltung einmal nötig sein, z.B. wegen eines Verbisses o.ä., ist man sicher im Umgang mit den Tieren und weiß genau, was zu tun ist.


      Wir alle können gut verstehen, dass man ungeduldig ist und die 4-6 Wochen seeehr lang werden können, wenn man die Tiere doch endlich ins Becken ziehen lassen will! ;) Aber es ist wirklich das beste für euch und eure Tiere, die Quarantäne einzuhalten.

      Für alle, denen die Boxenhaltung zu viel Arbeit ist: pro Box fallen pro Tag etwa 10min Arbeit an. Wenn dir das zu viel ist oder du nicht in der Lage bist, die ordnungsgemäße Handhabung zu gewährleisten, würde ich persönlich davon abraten, ein Haustier anzuschaffen. Selbes gilt für die Kosten.

      Diese Frage wurde schon oft und erschöpfend beantwortet. Leider passierte das eigentlich fast immer in Threads, an dessen Überschrift man nicht unbedingt sehen konnte, dass diese Infos dort zu finden sind. Ich möchte hier also eine SuFu-freundliche Zusammenfassung aufstellen.
      Viele Grüße vom Zwergenaufstand!
      Lisa (160cm), Dreyfuss (17cm), Karfunkel (16,8cm), Wilma (16,5cm), Sputnik (18cm) und im Herzen Casanova († Mai 2015, 18,5cm).

      Und denkt dran, Kinder: Wo die Liebe hinfällt, da wächst kein Gras mehr!
    • Ich fühle mich schon durch Christinas "Danke" geadelt... :D Freut mich, wenn die Community das für nützlich hält! :)
      Viele Grüße vom Zwergenaufstand!
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      Und denkt dran, Kinder: Wo die Liebe hinfällt, da wächst kein Gras mehr!
    • Ich finde den Beitrag sehr hilfreich und auch wichtig :sup:
      Kann nur bestätigen das man selbst bei einem neuen Becken viele Vorteile bei der Quarantäne hat.
      Ich lerne meine Lottle auch gerade richtig kennen und vor allem die unterschiedlichen Charaktere (für mich wichtig, gerade was das Fressen und die Gesundheit angeht).
    • Es ist sinnvoll auch das erste Tier in Quarantäne zu setzten, da dieses beispielsweise beim Transport, der ja auch stressig ist, sich eine Krankheit zugezogen hat.

      In der Quarantäne kann man die Tiere einfach etwas genauer als im Becken beobachten. Auf diese Weise kann man es zwar nicht verhindern, aber meist ausschließen sich eine Krankheit ins Becken zu holen.
      Lotl-Wichteln 2019 geht im vierten Quartal in die nächste Runde




      Die von mir geposteten Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung i. S. des Art. 5 GG dar.

    • Jap, genau so, wie es in der Anleitung steht. Höchst unromantisch. ;) Wenn du unbedingt möchtest, kannst du eine Höhle mit hinein tun, die nicht herumrollen kann. Die musst du dann aber auch jeden Tag gründlich sauber wischen.
      Viele Grüße vom Zwergenaufstand!
      Lisa (160cm), Dreyfuss (17cm), Karfunkel (16,8cm), Wilma (16,5cm), Sputnik (18cm) und im Herzen Casanova († Mai 2015, 18,5cm).

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    • Versuche, sie nicht zu sehr zu vermenschlichen. :) Unsere Lotl haben winzige Gehirne, wenn man diesen Nervenknotenpunkt überhaupt Hirn nennen kann. Sie fühlen sich sicher in einem AQ irgendwie wohler, aber so richtig langweilig wird ihnen wohl eher nicht. ;)
      Viele Grüße vom Zwergenaufstand!
      Lisa (160cm), Dreyfuss (17cm), Karfunkel (16,8cm), Wilma (16,5cm), Sputnik (18cm) und im Herzen Casanova († Mai 2015, 18,5cm).

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    • kreativer Nickname schrieb:

      ..., wenn man die Tiere doch endlich ins Becken ziehen lassen will! ;)
      Wenn die Quarantäne eigentlich gut ist und das Hirn eh recht klein, warum geb ich die Axolotln dann überhaupt in ein Aquarium und "spiel" mich nicht jeden Tag so mit ihnen mit Hin- und Hersetzen?

      Ich hab bislang Erfahrung mit Ratten und Hunden (und mal für eine Zeit lang auch Katzen) - die streichelt man eh auch und kümmert sich um sie.
      Die Quarantäne liest sich wie "intensive Beschäftigung mit dem Tier" für mind. 10 Minuten am Tag. Wozu dann eigentlich überhaupt jemals ins Aquarium bringen?
    • Hi Tom,

      es geht nicht um "intensive Beschäftigung mit dem Tier", sondern darum, mögliche Anzeichen einer Erkrankung schnell zu erkennen und den Stress durch Fremdbakterien anfänglich zu reduzieren. Durch die Umstellung der Wasserwerte sind die Tiere eh gestresst, und dann funktioniert das Immunsystem leider nur sehr eingeschränkt.
      Deine Ratten, Hunde und Katzen hältst Du ja auch nicht in kleinen Boxen, bis Du sie streicheln möchtest - nach OPs/in der Eingewöhnungsphase allerdings vermutlich auch nicht unbedingt wie gewöhnlich ;)

      Ich hab die Provokation in Deinem Beitrag übrigens sehr wohl wahrgenommen - habe aber Nachsicht wegen Deiner Signatur :P
      :)) Liebe Grüße, Manuela

      Lächeln ist die eleganteste Art, seinem Gegner
      die Zähne zu zeigen.
      (Werner Finck, Kabarettist, Schriftsteller und Schauspieler)