Angepinnt Neue Erkenntnisse Wasseraufbereiter

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  • Neue Erkenntnisse Wasseraufbereiter

    Wasseraufbereiter

    Immer wieder haben wir uns gefragt, warum Wasseraufbereiter bei uns Probleme bei Axolotl bereiten, in der USA aber scheinbar funktionieren. Aus diesen Grund haben wir uns von einem Chemiker die Funktionsweise von Aufbereitern erklären lassen. Dabei kamen mehr als interessante Aspekte zu Tage.
    Der Text ist von einem Chemiker und Aquarianer durchgesehen und mit ausgearbeitet worden!

    In den USA sind sie für Axolotl notwendig, funktionieren hier in Deutschland aber nicht und schaden sogar den Tieren
    In den USA wird das Wasser so stark gechlort, dass man es kaum genießen kann. Ein weiterer möglicher Zusatz des Leitungswassers, welcher nicht flüchtig ist wie Chlor, ist Chloroxid.

    Zusammensetzung der meisten Wasser-Aufbereitern:

    14,81 g/l Kalium;
    12,39 g/l DTPA;
    9,21 g/l EDTA;
    9,0 g/l Carboxymethylcellulose (CMC);
    8,76 g/l HEEDTA;
    6,02 g/l NTA;
    5,0 g/l Na-Huminat;
    2,52 g/l Calcium;
    1,53 g/l Magnesium;
    1,13 g/l, Natriumthiosulfat
    1,0 g/l Methylparaben;
    0,5 g/l ; 200 mg/l Iodid;
    10 mg/l Lithium;
    Vitamine (500 mg/l, C; je 100 mg/l B1, B6, Niacin; 50 mg/l B2; 5 mg/l B12)

    Die Konzentrationen variieren von Aufbereiter zu Aufbereiter je nach Firma.

    Natriumthiosulfat
    wirkt schnell und wird dadurch auch schnell abgebaut. DTPA, EDTA, HEEDTA und NTA haben eine längere biologische Halbwertszeit und können eine mögliche toxische Wirkung auch länger entfalten.

    EDTA und ähnliche Substanzen werden auch flüssigen Wasserpflanzendüngern beigegeben!

    Ein großes Problem bei Amphibien ist das EDTA sowie die sehr ähnlichen DTPA, HEEDTA und NTA.

    In der Medizin kennt man EDTA als Antiverklumpungsmittel für Blut (um die Blutkörperchen messen zu können). Bei Amphibien ist aber bekannt, dass es die roten Blutkörperchen zum Platzen bringt. Daher darf man bei der Blutentnahme bei Amphibien nur Natrium-Citrat verwenden. Das Blut wird sonst hämolytisch.

    Ein Chelator ist ein Stoff, der sich reversibel an bestimmte Ionen bindet und sie so zwar in Lösung hält, jedoch aus dem Lösungsgleichgewicht entfernt.

    EDTA als Molekül ist in der Lage, Metallionen zu binden. Diese sind zwar im Wasserkörper vorhanden, stehen aber nicht mehr im Lösungsgleichgewicht. Auf diese Weise sind sie in gewissem Rahmen auch von ihrer biologischen Wirkung befreit, da sie für biologische Prozesse nicht mehr greifbar sind. Auf diese Weise wirkt die Schwermetallentfernung“ bei Wasseraufbereitern.

    Gebundenes Eisen wird durch aktive Pflanzen aufgenommen. Ist nicht genug Eisen im Wasser, verbleibt dort auch der Chelator und sucht sich andere Bindungsmöglichkeiten. Er greift dann in den Kalziumhaushalt der Tiere ein oder zerstört die Zellmembranen, indem er das Lipopolysaccarid der äußeren Zellmembran anlöst. Aus diesem Grund ist EDTA als Konservierungsmittel nicht mehr zugelassen.

    Wichtig auch hier: gifte.de/Chemikalien/edta.htm
    HEEDTA ist auch ein Antidot für Metallionen. Seine Wirkung ist ähnlich dem EDTA. DTPA auch. DTPA schädigt genauso wie EDTA den Glykogengehalt der Niere und Leber.
    Bei der Ratte beschrieben hier: springerlink.com/content/m2617202734w60k0/

    Ein weiterer wichtiger Chelator und Antioxidanz ist das Natriumthiosulfat: de.wikipedia.org/wiki/Natriumthiosulfat

    Natriumthiosulfat hat eine Redoxwirkung (de.wikipedia.org/wiki/Redoxreaktion) und reduziert das Chlor durch eine Redoxreaktion. Dabei wird das Chlor neutralisiert.

    Die Formel hierzu: Na2S2O3 + 4Cl2 + 5H2O → 2 NaHSO4 + 8HCl. Es entsteht also Natriumhydrogensulfat und Salzsäure. Natriumhydrogensulfat ist das Natriumsalz der Schwefelsäure. Die Säuren werden durch den Karbonatgehalt des Leitungswassers bzw. die Salze im Wasseraufbereiter selbst neutralisiert.

    In Deutschland ist das Wasser normalerweise nicht mehr chlorhaltig, so dass dem Redoxmittel der Gegenspieler fehlt. Dadurch wirkt es Gewebsschädigend und zwar durch eine Reaktion von Lipiden und Proteinen. Die Zellmembranen werden zerstört und es kann zu Osmoseproblemen kommen.

    springerlink.com/content/t26k878r146x0l48/

    Natrium-thiosulfat, eine gefäßwandschädigende Substanz
    C. Steger
    Pathologie und Bakteriologie 1953;16:190-196

    Es wirkt sozusagen wie ein Fixiersalz. Fische haben evtl. eine höhere Toleranzgrenze bei Kontakt mit Natriumthiosulfat. Amphibien durch ihre vermehrte Hautatmung eine reduzierte Toleranz.
    In der Medizin wird Natriumthiosulfat zum Beispiel bei Cyanidvergiftungen als Antidot oder Gegenmittel eingesetzt. Dies auch nur unter größter Vorsicht.

    In der Patentschrift von Tetra stehen folgende Zeilen:

    "Die akuten Negativaspekte des Leitungs- oder Trinkwassers werden durch diese vorgeschlagenen Mittel zwar behandelt, gemildert oder eliminiert, jedoch bringen diese Maßnahmen neue, unnatürliche Stoffe in das naturnahe Hälterungssystem, deren Auswirkungen auf biologische Prozesse nicht genau bekannt sind.
    Auch die biologische Abbaubarkeit dieser synthetischen Komponenten ist in der Regel aufgrund ihrer
    xenobiotischen (biologisch fremden) Natur verzögert oder nicht gegeben.
    Von EDTA und analogen Verbindungen und von Polyvinylpyrrolidonen ist bekannt, daß sie nicht oder nur sehr langsam abgebaut werden. Bei der Verwendung von Thiosulfat als Antichlor-Reagenz entstehen in Abhängigkeit der Stöchiometrie weitere Polysulfanpolysulfonsäuren, z. B. Tetrathionat, S4O62 ~, und andere Reaktionsprodukte, deren biologische Wirkung ebenfalls nicht bekannt ist. Zumindest stellen Thiosulfat und seine komplizierten Folgeprodukte biologisch fremde, potentiell schädliche Substanzen dar."

    Patentschrift: guppy.andreas-sander.net/Linke…ents/DE000019611135A1.pdf

    Methylparaben: Parabene sind mittlerweile als kanzerogen, also Krebs erregend bekannt: lgl.bayern.de/gesundheit/umwe…in/parabene.htm und über Jodid brauchen wir uns, glaube ich, nicht zu unterhalten.


    Fazit: In den USA oder Ländern mit starkem Chlorgehalt funktionieren die Aufbereiter und sind sogar notwendig. Hier in Deutschland sind sie schädlich oder falls bestimmte Chelatoren fehlen, unnütz.

    Eine Vermutung warum Fische die Aufbereiter besser vertragen als Amphibien, ist die Hautatmung der Amphibien und die dadurch größere Aufnahmeoberfläche.

    Liebe Grüße von Christina
    Liebe Grüße von Christina

    Je ne regrette rien (Edith Piaf)


    EMail: Allmeling@axolotlkolonie.de

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Christina ()

  • Das ist eine Erkenntnis auf die wir schon lange gehofft und gewartet haben, endlich gibts es jetzt schwarz auf weiß, daß die Tiere davon krank werden :thumbsup:

    ... und wir brauchen den :sup: Beitrag nur noch verlinken bei Bedarf :froehlich:
    Wer hier noch dran vorbei will, denkt nicht im Sinne der Tiere ^^
    Liebe Grüsse von Elke

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    VON "ALLESFROSCH" (mein alter Accountname)
  • Das bestättigt eigentlich alles was auch wir an Erfahrungen gemacht haben. Früher haben wir auch tausend Mittelchen ins Becken gekippt und erst mit den Axolotln haben wir auf Wasseraufbereiter verzichtet, auch im Futterbecken und noch nie haben die Aq`s so gut gefunzt wie jetzt!

    LG Nadine
    Eine Lüge ist, ganz gleich, wie gut sie auch gemeint sein mag, immer schlechter als die bescheidenste Wahrheit. (Che)
  • super und mal wieder wurde alle Mühe und Kraft in Bewegung gesetzt um erneut etwas untermauern zu können was lange vermutet wurde.
    Wer jetzt noch seine Augen dafür schlisst ist selber Schuld oder einfach nur dumm.
    Leider wird es bestimmt weiterhin Leute geben die es wie immer besser wissen wollen und sich auf Sachen
    und Geschreibsel berufen die seit Jahren überholt sind.
    Christina ich danke dir für deine Mühe aber mal ehrlich es war von dir doch nichts anderes zu erwarten als das du dich so
    daran festbeißt um des Rätsels Lösung auf die Schliche zu kommen.
    Ob nun wirklich alle endlich die Augen öffnen wage ich zu bezweifeln.
    Aber auch wens keiner lesen oder hören mag ich schreibe es trotzdem
    weil ich weiß es kommt an.
    Ich kenne nämlich jemanden der da anderer Ansicht ist und es vertritt und da freut mich doch sowas ganz besonders :lach: :lach:
    das es da nun wirklich eine Untersuchung für gibt :lach:
    Alleine dafür Christina könnte ich dich knutschen
    @ elke grins ich weiß das du weist wen ich meine :lach:
    sorry
    Liebe Grüße von Sonja und der Rasselbande
    Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null. Und das nennen sie ihren Standpunkt (Albert Einstein)
  • Hi
    mir braust auch noch der Kopf von der ganzen CHemielektüre bzw was ich mir alle über chemische Verbindungen ihren Wirkspektrum, ihre Haltbarkeit und überhaupt Chemie im Wasser anhören und durchlesen konnte :wacko:. Chemie war ja noch nie so richtig mein Ding. Aber nun habe ich echt so manche Sachen begriffen, die mir bislang nicht klar waren und manche Sachen sind mega interessant.Ein Chemiker wird aus mir trotzdem nie :glup: Es ist echt toll, so einen Ansprechpartner zu haben. Seinen Namen möchte er aber nicht öffentlich machen weil, er keine Lust hat die Zusammenhänge zwischen GH und KH zu erklären :D .
    Der Name ist aber der Moderation bekannt. Das reicht. Und Hilfestellung wird uns somit weiter gegeben wenn wir mal wieder hängen.

    Liebe Grüße von Christina
    Liebe Grüße von Christina

    Je ne regrette rien (Edith Piaf)


    EMail: Allmeling@axolotlkolonie.de
  • Christina schrieb:

    Der Name ist aber der Moderation bekannt. Das reicht. Und Hilfestellung wird uns somit weiter gegeben wenn wir mal wieder hängen.
    :sup: was wollen wir mehr :thumbsup: auch noch einen Chemiker fragen können bei Bedarf, das ist doch ein Highlite :froehlich:
    Liebe Grüsse von Elke

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    VON "ALLESFROSCH" (mein alter Accountname)
  • habe vor 2 monaten angefangen und war paar mal am überlegen ob ich aufbereiter reinkipp um alles optimal hinzubekommen aber das war überzeugend danke. als hätte ich mit meinem harry nicht schon genug probleme ^^
    Mfg Mio
    :horse: