(Hunde) Ich verstehe unser Viertel nicht mehr

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    • (Hunde) Ich verstehe unser Viertel nicht mehr

      Oh ja, früher war alles besser :wacko: !

      Seit über vier Jahren wohnen wir nun hier in diesem Haus. Was ganz praktisch war: Nicht mal 5 Minuten von uns ist ein kleiner Hundeplatz. Also, ein eingezäunter Bereich, wo der Vierbeiner toben kann.
      Noch im letzten Jahr waren wir eine eingeschworene Gemeinde, jeder neue Hundebesitzer wurde aufgenommen und mit Tipps und Erfahrungsaustausch versorgt.
      Natürlich gab es immer mal wieder Leute, die für sich waren und eigentlich auch nicht reinpassten (wo nicht mal der Hund als Haustier passte), aber trotzdem war es schön und man hat sich stundenlang dort auch aufgehalten.

      Dann hats angefangen, dass immer mehr vom Kern weggezogen sind, leider auch ein Kernhund gestorben ist und ich bin nicht mehr oft hingegangen, da die Leute immer komischer wurden.
      Gestern allerdings (nach Arbeit) hatte ich noch genug Zeit und bin mit Hele und Sams auf den Hupla.

      Schnell gesellte sich ein linksorientierter Besitzer mit Hund dazu. Dino ist ein Prachtexemplar von Hund. Dunkelbrauner Staff-American-Staff-Mix von drei Jahren. Leider durch die zwei Vorbesitzer etwas versaut, aber Herrchen kommt gut mit ihm klar. Also waren wir erst mal allein, die Hundehalter verschwanden schnell von der Tür, wenn sie Dino sahen.
      Dann passierte es: Die Nobelhuha (Nobelhundehalter, angezogen wie zum Theaterbesuch) mit Russel. Sie öffneten die Tür, sahen Dino und anstatt das diese Personen die Tür schliessen, nein,Dino büxte aus und lief einem anderen Hund hinterher.
      Anstatt das die Nobelhuha wenigstens sich entschuldigen, NEIN, abhauen mit gemurmel was für schlimme Hundis das doch sind!!!
      Ok, als nächstes kam ein Bekannter von mir mit seinem Welpen Bo und Pflegehund Nelsen. Dino und Nelsen bekamen sich in die Wolle und Dino ging.
      Es hätte so friedlich sein können, aber nein, wieder ein Hundehalter und diesmal ein Hobiha (Hohlebirnehundehalter) mit schrecklich frisiertem Pekinesen. Die junge Dame frage dann ganz lieb ob ein Hund hier probleme mit Rüden hat (ich kurz zu Nelson rübergeschielt), also nein. Ihr Hund wurde nämlich von einem anderen erst gebissen.
      Ey, den K..... hätte ich auch am liebsten gebissen und die Hobiha ebenso!!!
      Dieses kleine aggresive Vieh ist auf alles los, auch auf die zwei Welpen (dazu gleich noch mehr). Als Hele mal an ihm geschnuppert hat und ihre Presänz zeigen wollte, kam gleich von ihr mit Piepsstimme "lass ihn doch in ruhe, du bist doch viel grösser als er". Mein Kommentar "Wenn er sich zusammenreisst passiert schon nichts. So ist das nunmal bei Hunden, die zeigen schon wie der Hase läuft."
      Nach Disskusionen über Kastration (Sie: Wenn Gott gewollt hätte, dass Hunde kastriert sind, hätte er sie so auf die Welt gebracht. Man kastiert Hunde doch nicht. Ich: Gott wäre auch nie auf die Idee gekommen, lauter Hunde in eine Grossstadt zu stecken wo eine Revierbildung unmöglich ist. Sie: Dann müssten sich ja auch die Menschen kastieren, damit sie sich nicht vortplfanzen können. Ich: Geht leider erst ab Mitte 30, vorher machen Ärzte es leider nicht. Und leider auch keine richtige Kastration. *gedankengang* Herr, lass Hirn vom Himmel regnen und erschlag sie damit!)
      Welpe zwei kommt nun ins Spiel. Beagle Mio. Hobiha, die erste Reaktion auf einen anderen Hund der NICHTS mit komm meinem ja nicht zu tun hat: Oh, ein Beagle. Wie süss.
      Jaja, endlich ein Rassehund wie ihrer und nicht die doofen und aggresiven Mixe.
      Der Kö..... hatte ab da nichts anderes zu tun, als auf die Welpen loszugehen. Während Hobiha mit säusselnder Stimme nur meinte "ach, bist du ein böser Hund. Du bist ja ein bösses Fellknäuel...." Jaja, bestärk das Vieh, ich muss leider gleich los, ansonsten würde es nicht lange dauern und meine Beschützer gehen dazwischen, wenn die Welpen angegriffen werden.

      Ich bin gegangen :pinch: .
      Und es hört sich ja nicht schlimm an, aber da muss man dabei gewesen sein. Friedrichshain wird zur Snoobgegend. Wie sagte der Besitzer von Dino so schön? Es wird das neue Prenzelberg. Und Snoobs haben für sich unpassende Rassehunde, keine Ahnung von Hunden allgemein und mögen uns "Gesocks" mit wilden Mischungen nicht. Jedenfalls sieht man immer öfter die panisch strassenwechselnden Hundehalter, die Angst um ihren Rassewuff haben.

      Sorry, ist lang geworden. Aber es ist schon doof wenn ich bedenke, warum ich damals hier her gezogen bin. Weil die Gegend
      Links war, kinderfreundlich war und hundefreundlich war. Die Betonung liegt auf war :S !
      Grüsse von Romina :earwac:
      *KeinLandgängerFan*
      *Wildlingsliebhaber*

      WIR SIND GUT, VERDAMMT GUT...............


    • Es ist einfach wie überall. Jeder geht anders mit seinem Hund um und jeder versteht unter Hundehaltung und -Erziehung etwas anderes. Ich kann nur nicht verstehen, dass man sich darüber immer in die Wolle kriegen muss. Da schließen sich Grüppchen zusammen und jeder hetzt gegen den/die anderen... Das Gleiche ist es am Arbeitsplatz, im Reitstall, in Vereinen usw...
      Mich muss man sich nervlich erstmal leisten können... :whistling:
    • Ja, Sandra, mag sein.
      Doch sehe ich das anders im realen Leben. Mir ist es schnuppe, ob der Hund gebarft wird oder ob man Rütter toll findet oder nicht usw. Die typischen Forumsstreitthemen können gerne im Forum ausgetragen werden.

      ABER ich bin entschieden dagegen, wenn die Leute sich Hunde anschaffen und aufgrund mangelnder Kenntnis, interesse oder nur weil sie ein Prestigeobjekt wollen ihre Tiere versauen. Denn diese ungezogenen, schlecht sozialisierten Tiere haben Kontakt zu meinen sozialisierten Tieren.
      Und es war nicht das erste mal, dass jemand mit Anzeige gedroht wurde und Geld gefordert wurde für TA, weil sich ein Hund wie ein Hund gewährt hat, nachdem er zich mal angegriffen wurde.
      Oder Leute Geld für die Reinigung einer WEISSEN Hose wollten, die auf einem Hundeplatz (untergrund Sand) dreckig geworden ist.
      Oder auch die Besitzer der lieben unkrastierten Rüden mit ihrem "die welpen hab ich ja nicht zuhause"-gedanken.

      Ich bin bemüht, meine Hunde so zu führen, dass sie sich in das Stadtleben einfügen ohne darunter zu leiden oder anderen Schaden zuzuführen. Und früher waren es viele hier, mittlerweile ist der Gedanke eher, erst ich, dann der rest der Welt.
      Grüsse von Romina :earwac:
      *KeinLandgängerFan*
      *Wildlingsliebhaber*

      WIR SIND GUT, VERDAMMT GUT...............


    • Hi Romina,

      ich gebe Dir soooo Recht!
      Bei uns wird es auch immer schlimmer.
      Meine Hundedame ist zwar großund schwarz, spricht aber die Hundesprache sehr gut und auch deutlich und bleibt dabei fair! Aber die Halter dieser ungezogenen Fußhupen haben weder Ahnung von Hunden und ihrem Sozialverhalten noch schauen sie mit offenen Augen hin wenn es mal Krach gibt! (Man meint wohl nur weil ein Hund grad mal 5KG hat braucht der keine Erziehung) Aber jeder sog. Kampfhund ist eine Bestie und braucht einen Maulkorb *kopfschüttel*
      Bei uns kracht es öfter und es gibt richtig Stress unter den Hundehaltern!
      Am schlimmsten find ich diejenigen, die meinen sie müssten Ihren Hund nicht an die Leine nehmen, wenn der Hund gegenüber an der Leine ist reichts ja aus!
      So gerate ich immerwieder mit Hundehaltern aneinander, weil meine Hündin (wie viele andere Hunde auch) an der Leine eine etwas ungehaltene Reaktion anderen Hunden gegenüber zeigt! Vorallem aber wenn diese unangeleint auf uns zurennen und aus 50meter entfernun gebrüllt wir: "der macht nix"
      Ja hallo, aber meine vielleicht!

      Noch schlimmer: wir finden keine neue Woihnung weil viele Hundehalter den Ruf der Hunde einfach versaut haben weil sie sich nicht mit der Erziehung beschäftigen, Hundeka... einfach auf dem Bordstein liegen lassen etc pp.
      Liebe Grüße
      Jelena
    • schlimme zustände

      hallo romina :)

      leider muß ich dir völlig recht geben. seit nunmehr etlichen jahren steigt die zahl der hundehalter ohne die geringste ahniung und auch ohne das richtige gefühl für die tiere. es nimmt teilweise wirklich besorgniserregende formen an. ehemalig langjährige freunde besuche ich zb nicht mehr, weil sie ihren neuen rottweiler so schlecht erzogen haben, daß der mich immer angegiftet hat. meine tochter hat er sogar gebissen. und das sind leute, die schon jahrzehntelang hunde gehalten haben, kleine harmlose gingen auch gut. beim ersten rotti wurde es schon schwieriger. den konnte man nicht mit katzen in einem raum lassen, er war nur am geifern. ja und nun der 2. läuft völlig aus dem ruder und die leute freuen sich noch darüber, daß er so agressiv ist - naja. dazu fällt mir nichts mehr ein.
      mir tun die hunde einfach leid, die so behandelt werden, daß sie nicht wissen, wie sie sich zu verhalten haben. für rudeltiere die hölle.

      frustriert grüßt KE :guit:
      für den zum fall geneigten liegt stets ein kothaufen bereit (altchinesische weisheit)

      clips bei youtube unter nobodywhite1
    • tja ist richtig.



      ich habe hie auch so einen hund welcher nicht gut gehalten wurde.

      es ist ein therapiehund die praxis wurde geschlossen hund nicht mehr gebraucht.



      er lebte jahre lang so nebenbei kaum pflege,nie tierarzt und falsches futter :cursing:



      das paar rennte sich hund sollte mit zu ihm sie wollte nicht den hund abgeben der steit ging los

      sie wollte de hund illegal steben lassen ein geicht brachte den und schließlich zu uns.



      er ist viel zu dick das er kaum laufen kann,toal ohne impfung,keine zähne mehrund totale verlust angst



      dafür das die dame den hund nicht abgeben wollte hat sie sich nie wieder gemeldet nur die oma weche en hund auch schon längere zeit hatte ;(
    • ich sehe das ein bisschen zweischneidig:

      auf der einen Seite muss ich jedem Hundehalter Recht geben, der sich über andere Huha beschwert, die ihre Hunde nicht im Griff haben,und da ist es vollkommen egal ob es sich um reinrassige Hunde handelt oder Mixe. Da gibt es nämlich auf beiden Seiten satt und genug von ;)

      Auf der anderen Seite hört bei mir aber auch der Spass auf, wenn ein Hunde einen anderen beisst (weil es hier angesprochen wurde - das ist kein Sozialverhalten!) oder dabei auch noch ein Hundebesi in Mitleidenschaft gezogen wird. Dass in so einem Fall der Gebissene Anspruch auf Schadenersatz (Ta-Kosten, evtl. Schmerzensgeld) stellt, empfinde ich als normal und vollkommen legitim. Immerhin hat kein Hund einen anderen zu beissen - ob nun provoziert oder nicht.

      Ich kenne nicht nur Rassehundbesis, die ihre Hunde nicht unter Kontrolle haben, oder die Hunde keine Erziehung genossen haben, geschweige denn mal eine Hundeschule von innen gesehen haben. Das gibt es auch zu Genüge bei Mixis. Es scheint sich nämlich immer mehr die Meinung zu verbreiten, dass Hundeschule und/oder Welpenspielgruppen unnütze sind. Es reicht aber kaum, mal im Internet ein bisschen nach Hundeerziehung zu goo***ln oder sich dazu Büc her zu kaufen. Eine Hundeschule hat schon einen Sinn und Zweck und es ist jedem Hundebesi anzuraten auch mal eine zu besuchen.

      Natürlich gibt es auch immer wieder das Phänomen des "Modehundes". Bis vor Kurzem waren das die Boder Collies und Australian Shepards. Inzwischen scheint es (wieder mal) der Beagle zu sein, der nun weiss Gott kein einfacher Hund ist. Die wenigsten Leute informieren sich vorher wirklich über die Rasse, welche sie ins Auge gefasst haben. Frei nach dem MOoto: der Hund sieht schön aus (Beispiel Beagle - so lustige Flecken und treuer Blick), wird einfach mal so ein Welpe ins Haus geholt - und der Ärger folgt auf dem Fuss!
      Die Tierheime quillen beispielsweise über vor Hunden, die einfach so mal eben nebenher angeschafft wurden und sich dann als "erziehungsresistent" herausgestellt haben (wo wir auch wieder beim Thema Hundeschule wären).

      Ebenso kenne ich auch genug MIx-Hund-Besis, die es nicht für nötig befinden die Hinterlassenschaften ihres Vierbeines wegzuräumen. Mein Vorgarten ist anscheinend dafür ein besonders schöner Ort um mal gemütlich abzuka****. Wozu denn wegräumen? Verwest doch, wenn man es lang genug liegen lässt! (Übrigens, der betreffende Hund ist ein DSH-Mix).

      Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass gerade die Rassehund-Besis äusserst auf das Einhalten der Impfungen, Wurmkuren, Flohbekämpfung, etc. achten. ;) Aber das ist wohl eher Zufall, dass es mir besonders auffällt...

      Thema Kastration: wenn der Rüde kein Typ ist, der jedes Mal Liebeskummer hat, wenn eine läufige Hündin in der Nachbarschaft wohnt, oder versucht auszubüchsen und zu der Angebetenen zu kommen, ist eine Kastration nun nicht unbedingt nötig. Klar, ein Rüde, der da potenter ist, sollte kastriert werden, allein schon um dem Hund den Liebeskummer zu ersparen. Was viele Besis nicht wissen: wenn der Rüde meines Nachbarn nachweislich auf meine läufige Hündin springt, und meine Hündin danach trächtig wird, hat der Rüdenbesi Alimente zu zahlen!
      Hündinnen zu kastrieren ist das andere...es macht natürlich Sinn, am besten kastrieren VOR der ersten Hitze. Beugt dem Mamma-Ca vor, Gebärmutterentzündungen werden vermieden, etc. Allerdings sollte man auch hier wieder beachten, dass Hündinnen der grossen Rassen (bspw. Doggen, Kuvazs, Boxer, DSH, etc.) zur Inkontinenz nach der Kastration neigen.

      Naja, lange Rede, kurzer Sinn, ich finde ja, dass dieser Vorfall auf dem Hundeplatz vielleicht etwas ärgerlich ist, aber da treffen einfach Welten aufeinander, und wenn man nicht ein bisschen toleranter miteinander umgeht, dann sollte man solche Plätze meiden - so schade das ist. Ich glaube aber nicht, dass es nur daran gelegen hat, dass da ein Rassehund-Besi auf einen Mixhund-Besi getroffen ist, sondern da sind Menschen verschiedener Einstellungen zum Hund aufeinander getroffen und das passiert immer wieder und überall :)
      Sonnige Grüsse, Andrea :love:


      in loving memory...RIP, Löwe (5.2002 - 19.12.09)
    • Hallo Andrea,

      dazu muss ich auch mal meinen senf abgeben.
      ich habe auch einen beagle,die wie ja einige sagen schwere erziehbar sein sollen. ich finds quatsch

      wir haben mit snoopy nie eine HuSchu besucht und ich kann mich über sein gehorsam wirklich absolut nicht beschweren.
      er sitzt wenn er sitzen soll,bleibt wenn er bleiben soll etc.
      klar ist es schwieriger gerade den beagle frei laufen zui lassen,weil der großteil der rasse eben einen enormen jagdtrieb hat,aber da muss man als frauchen eben schneller sein.
      ich würde erziehung und gehorsam also nicht von dem besuch einer HuSchu abhängig machen.
      aber das was romina da beschreibt kenne ich nur zu gut,ist bei uns auch so.
      hier gehen die fußhupenbesitzer sogar soweit ihre hunde auf den arm zu nehmen wenn ich mit meinem gefährlichen "kampfbeagle" komme :D

      @romina:schade das es in friedrichshain neuerdings so zu geht,war echt mal ein tolles viertel...(hab da auch bekannte)
      lg kristin :]
    • Wie sieht bei euch denn so ein Hundeplatz aus? Gibt es zum Glück bei uns nicht, wir haben noch freie Felder und das soooo viele km weit, dass da genug Platz für alle Tiere ist. Ich hab so einen Hundeplatz mal in Holland gesehen und war schockiert. Eine Fläche von vielleicht 10x10m wo ich meinen Labrador-Mix hätte mit x Hunden zusammen laufen lassen sollen.... da ist doch wohl der Aerger schon vorprogrammiert, wenn auch nur einer der Hunde dominant ist. Neee, da bin ich lieber ein Stück weiter gelaufen und hab meiner Hündin einen Platz gegönnt, wo sich nicht diverse Hunde - und schreiende, zum Teil schon fast panische, Besitzer - versammelt haben.

      Die gute Idee, wenn auch am Anfang nicht wirklich angenehme, sind doch die Hundesäckchen, die es bei uns überall gibt. Der "Robidog" ist ein Abfalleimer mit braunen oder grünen Plastiksäckchen an den Seiten. Die Hundebesitzer sind bei uns gesetzlich gezwungen, den Hundedreck aufzunehmen, in die Säcke zu füllen - vorzugsweise stülpt man den Sack über die Hand und nimmt das ganze so auf - und in den "Robidog" zu werfen. Spätestens nach der ersten Busse - sind umgerechnet ca. 380 Euro - hat jeder Hundebesitzer begriffen, dass es eine "gute Idee" ist. Alle Einwohner können so sorglos - oder fast sorglos, denn manche lernen es bekanntlich nie - spazieren ohne dauern von einer Tretmine in die andere zu tappen.

      Hundeschule finde ich wirklich wichtig, denn dort werden ja weniger die Hunde erzogen sondern eher die Besitzer. Ich habe jahrelang Hundeerziehungskurse - es käme wohl weniger gut wenn man Hundebesitzererziehungskurs sagen würde - geleitet und was man da so sieht ist echt haaresträubend. Es hat mich immer wieder erstaunt, was da für Konstellationen zusammentrafen. Der 50kg Hund der sein 50kg-Herrchen mühelos über den Platz geschleift hat, genauso wie der Papillion, der sein 100kg-Frauchen fest im Griff hatte. Es hat immer sehr viel Spass gemacht zuzusehen, wie auch aus diesen "falschen" Paaren nachher ein Team entstanden ist, wo Herr und Hund die richtigen Plätze eingenommen hatten.... und was man natürlich auch nicht vergessen darf, die Welpen- und Hundeschulen sind auch enorm wichtig für das Miteinander der Tiere. Nirgends sonst können sie so gut lernen, wie man sich unter seinesgleichen zu verhalten hat, wie in diesen Institutionen. Schade ist nur, dass manche Besitzer total beratungsresistent sind. Wenn ein Rotti-Besitzer überzeugt ist, dass der Gehorsam nicht so wichtig ist, wie ein Hund, der "scharf" ist, dann hat man als Erzieher bzw. auch als Verein, ganz schlechte Karten. Weist man so einen vom Platz, dann geht er halt zum Nächsten, bis er jemanden gefunden hat, der das arme Tier - denn gerade Rottis sind eigentlich wunderbare Familienhunde und überhaupt nicht böse - zu einem beissfreudigen Hund "ausbildet. Ich selber hab eigentlich sehr viel mehr "Respekt" von den Wadenbeissern, also den Handtaschenhunden, die unerzogen und laut kläffend um sich schnappen, die finde ich total unberechenbar, wobei auch solche "umgebauten Ratten" ohne weiteres erziehen kann, wenn man früh genug damit anfängt und konsequent ist.
      Liebe Grüsse
      Corinna
    • Vielleicht sollte ich erst mal sagen (ist in diesem Aufregerbericht wohl nicht so rübergekommen), ich habe nichts gegen Rasehunde und deren Besitzer. Viele Bekannte von mir haben Rassehunde vom Mops bis zum American Bulldog.
      Doch diese Leute haben den Hund gewählt, weil er zu ihnen passt. Und sie haben selber keine Vorurteile.
      Auch die Beaglebesitzerin auf dem Platz (der zweite Welpe), war aufgeschlossen und Hund und sie passten zusammmen.
      Doch der Trend in unserer Ecke geht leider dazu sich ein Tier zu hohlen, welcher auch gerade modern ist. Und es passt lieder meist gar nicht zu den Besitzern.

      Mittlerweile rate ich jeden Hundebesitzer zu einer Hundeschule oder wenigstens Welpenspielgruppe. Selber war ich in keiner , aber die Zeit, in der wir unsere Hunde bekommen hatten war auch eine etwas andere. Die Hunde wuchsen in einem Verband von ca. 10 bis 20 Hunden auf (manchmal mehr, selten weniger). Ich lernte durch Beobachtung und die Hunde lernten durch das Rudel.
      Heute würde ich selber in die Hundeschule gehen, da ich mittlerweile diese Möglichkeiten nicht mehr habe.

      Zum Thema Beissen: Richtig zubeissen tuen meine Hunde nicht. Aber im äusserten Notfall, wenn der andere Hund die Signale (Hundesprache) nicht versteht und aggresiv ist, wird er unterworfen oder es kommt zu einer Kappelei.
      Ein netter Fall vor etwa einem Jahr. Da hatten unsere Lichtenberger Prolls ihren Staff auf den Platz gelassen. Dieser rennt schnurstracks auf Nelson zu und geht auf ihn los. Riesenbeisserei, und Nelson kam ohne Kratzer davon. Der Staff leider nicht. Wie gut dass wir auf dem Platz mehr Leute waren und der Polizei versicherten konnten, wie es gelaufen ist.
      Und diese Besitzer von den ach so lieben Hunden gehen auch wegen einem Kratzer zum TA.

      Und nochmal, so ist es gerade in Friedrichshain. Ich spreche von unserem tollen Bezirk, der sich leider gewaltig verändert hat, in bezug auf die Leute, die hier gewohnt haben.

      @Corinna: Lass mich Lügen, der Platz ist etwa 30m lang und 20m breit. So um den Dreh.
      Grüsse von Romina :earwac:
      *KeinLandgängerFan*
      *Wildlingsliebhaber*

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    • Dann könnten sich die Tiere ja aus dem Weg gehen, wenn sie wollten.

      Beissereien kann es auch in einer Hundeschule geben, es ist aber immer die Frage, wie die Halter damit umgehen. Schreien sie wild auf ihr oder das andere Tier ein, dann stacheln sie ihren eigenen Hund damit an und die Beisserei muss eskalieren. Sind sich die Besitzer einig, packen sie jeweils den anderen Hund an den Hinterläufen und trennen die Streitenden von einander. Es gibt sicherlich noch viele andere Methoden, aber rufen und schreien darf einfach nicht sein, das stärkt das Tier nur. Auch sowas hab ich meinen "Schülern" immer eingebläut, dass sie ruhig bleiben sollen, sich leise absprechen und dann zur Tat schreiten. So sind fast alle Beissereien - ok, waren wirklich nur wenig - friedlich ausgegangen ohne Blutvergiessen oder späterem TA-Besuch.
      Liebe Grüsse
      Corinna
    • Hallo,

      ich bin eben auf diesen Thread gestossen und hab ihn mir durchgelesen. Ich muss vielen Meinungen recht geben in Bezug auf Verhalten von Hundehaltern die ihre Hunde nicht im Griff haben, weil sie meinen "och, das ist doch ein so kleiner Hund. Der muss nicht erzogen werden" oder eben Hundehalter die ihre Rassehunde sofort Kehrtwendung wegzerren, wenn sie andere Halter mit struppigen und im schlimmsten Falle schwarzen Mischlingen sehen.

      Da hab ich mit Gismo, der ja nun eher selten bei mir ist, schon Sachen erlebt da schnallt man echt ab. Gismo wird regelmässig als agressiver Beisser tituliert nur weil er eben mal knurrt, wenn er zu sehr belästigt wird oder weil er sich an der Leine gegenüber Rüden oft etwas "groß" gebährdet. Er ist aber sonst der liebste Hund und Ärger im Spiel anfangen tut er nicht. Ich habe auch schon öfter Leute getroffen, vorzugsweise ältere Menschen mit Jackrussel-Terriern, die null mit ihren Hunden klarkamen. Die Hunde waren kein bisschen erzogen und noch viel weniger gescheit ausgelastet und so hing Hund geifernd und zähnefletschend an der Leine, wenn sie meinen Gismo nur von Weitem gesehen haben. Vor einigen Wochen ist mir Gismo dann auch mal in Richtung Jack-Russel und älterem Besitzer ausgebüxt, aber ca. 5 m entfernt stehen geblieben und hat nur geschaut wieso der andere Hund da so nen Theater veranstaltet. Und da werd ich dann lautstark beschimpft, was ich denn für einen ungezogenen Hund hätte und man dürfte so ein "Vieh" ja nicht frei laufen lassen, wenn man es nicht im Griff hat, es könnte ja sonstwas passieren. Ja, aber eben nur, weil deren Hund so nen Theater verantstaltet und SIE den Hund nicht im Griff haben. Wieder andere Leute mit ihren Maltesern oder Yorkies zerren ihre Hunde sofort weg sobald nur ein anderer Hund um die Ecke kommt, man könnte ja Kontakt haben und ihr armer kleiner Hund könnte ja spielen wollen und dreckig werden :evil: . Die gucken dann auch immer ganz doof, wenn Gismo sich im Dreck wälzen darf und mit anderen Hunden rumtobt und da dann eben mal der eine auf dem anderen Hund liegt und umgekehrt.

      Letztens Hundeschule war so ein Beispiel wie hier von schreienden panischen HuHa ( Hundehaltern ) genannt wurde: Gismo, Dino ( ein großer Schnauzermix ) und so nen heller Terrier namens Quintus( Ähnlichkeit mit einem Kerry-Blue, nur in hell ) liefen da ohne Leine auf dem Platz. Quintus ist vollkommen auf dem "Ich bin der Boss" Trip gegenüber seiner etwas älteren Besitzerin die kein bisschen mit dem Hund klarkommt und markiert daher auch gegenüber anderen Hunden den Boss. Gismo ließ sich das nicht gefallen, da der andere ihn bespringen wollte und knurrte. Quintus gleich Zähne gefletscht und richtig böse geworden und was machen dem seine Besitzer?! Brüllen und schreien panisch und springen panisch um die Hunde und treten sogar nach denen. Gismo hat sich dann zurückgezogen und sich neben mich gesetzt und nur geguckt und ich hab da kopfschüttelnd gestanden. Die Besitzerin von Dino hat auch nur den Kopf geschüttelt wie man den Hund nur so aufstacheln kann mit dem Geschrei und Getrete, passiert ist zwar nix, aber ich denke es hätte was passieren können bei dem Theater.
      Der Hundetrainer der kurz drauf kam hat dann auch mit den Leuten geredet, dass das eben kontraproduktiv ist und den Hund noch mehr aufheizt und es eher zu ner Beisserei kommt. Quintus ist jetzt aber nicht mehr in der Gruppe von Gismo, da dieser Hund und vorallem die Besitzer Einzelstunden benötigen. Der Hund hat durch die Nervosität der Besitzerin auch ständig rumgehibbelt und damit dann die anderen Hunde beim Training gestört und man ruhiges Arbeiten war kaum zu denken.

      Ich selber muss aber auch anmerken, dass ich NIX gegen Rassehund-Besitzer hab. Allerdings fällt es schon auf, dass sich viele Leute nur so ein Prestige-Objekt holen ohne sich vorher Gedanken zu machen, ob sie der Rasse gerecht werden können und dann dumm da stehen wenn der Hund nicht so funktioniert wie sie sich das vorgestellt haben. Viele Leute meinen nämlich ein Hund erzieht sich von selbst und gucken dann dumm, wenn der Hund eben doch Probleme macht und erstmal stubenrein erzogen werden muss und ab nem bestimmten Alter eben ins Flegelalter kommt und man da dann konsequent bleiben muss. Leute die sich keine Gedanken machen gibts aber auch haufenweise bei Mischlingshaltern, Rassehundhalter wollen nur oft nen Hund weil die Rasse eben hübsch ist und sonstige Gedanken werden sich dann kaum gemacht was der Hund noch für Anforderungen stellt.

      Hundeschule finde ich selber übrigens auch sinnvoll und gut. Nicht unbedingt um den Hund zu erziehen sondern eher um den Besitzer zu erziehen, schöner Nebeneffekt dabei ist halt, dass der Besitzer besser lernt mit dem Hund umzugehen und dadurch dann eine viel bessere Erziehung gewährleistet sein kann. Was auch wichtig ist: Die Hunde haben von Welpenalter an Sozialkontakt, was ja oftmals im "privaten Leben" nicht mehr so oft gewährleistet ist, da viele Hunde nicht richtig sozialisiert werden oder kaum mehr die Gelegenheit zum Laufen ohne Leine und damit auch zu m Spielen haben.
      Liebe Grüße

      Carina
    • Lullu schrieb:

      Vorallem aber wenn diese unangeleint auf uns zurennen und aus 50meter entfernun gebrüllt wir: "der macht nix"
      Ja hallo, aber meine vielleicht!

      Genau das erlebe ich täglich und dann fangen die aufgetarkelten Tanten mit Amanitaschen an zu fuchteln und heulen, wenn meine Tina den Gegenüber in Hintern beißt. Meine ist eine Angstbeißerin und kann es überhaupt nicht haben wenn andere Hunde ungebremst auf sie zugeschoßen kommen und ihre Nase in ihr Gesicht drücken. Dat hat sie wohl vom Frauchen, ich kann das auch nicht haben wenn mich andere überrumpeln und dann am besten noch einen angrabeln müssen.
      Aber was ich viel schlimmer finde ist, wenn ich sehe, dass Leute ihren Hund nicht an die Leine nehmen wenn jemand sich OHNE Hund nähert. Ich nehme meine immer sofort an die Leine, weil ich ja nicht weiß ob die Person Angst vor Hunde hat. Eine Joggerin hat letzte Woche schon 500 Meter vorher geschrien "NEHMEN SIE DEN HUUUNNNDD AN DIE LEEIIINNNNEEE" ...... Ich dachte erst, dass die einen Wuffi dabei hat und Angst um ihren Liebling hat (was ich nachvollziehen kann) Nein, hat sich dann nach 438 Meter herausgestellt, dass die Dame pure Angst vor Hunde hat, weil sie schonmal von einem Hund beim Joggen angegriffen wurde.
      So, und da soll mir nochmal einer sagen, dass ich meinen Hund nicht an die Leine nehmen brauche wenn nur Spaziergänger oder Jogger kommen.....
      Paragraf 2 des TierSchutzGesetzes...
      ..verlangt, dass der Halter eines Tieres "über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen" muss
    • Obwohl das Thema nicht mehr brandaktuell ist würde ich mich trotzdem gerne noch dazu äußern.
      Denn mittlerweile kann ich die meisten Hundebesitzer nicht mehr ausstehen.

      Ich hab einen 6 Jahre alten Berner (Rüde unkastriert).
      Die anderen Hundebesitzer sind so etwas von unentspannt.
      Mein Berner ist so etwas von gelassen. Natürlich mach ich ihn fest wenn ich einen Hund an der Leine begegne, aber nur damit der Besitzer nicht die Krise kriegt. Aber manchmal sieht man den Hund halt nicht rechtzeitig (Kreuzung, uneinsehbarer Weg). Warum werden diese Leinenhundebesitzer eigentlich so hysterisch? Mein Hund macht einen großen Bogen um jeden Hund der ihm komisch vorkommt. Wir wohnen in einem Naherholungsgebiet. Die Hunde die während der Woche hier ausgeführt werden kennen alle meinen Hund und es gibt nie Ärger, weder unter den Tieren noch unter den Besitzern.
      Anders bei schönem Wetter am Wochenende, die Hunde die während der Woche wohl nur kurz in den Garten gelassen werden sind dann unterwegs. Oh je, und dann geh's los. Hysterische Weiber die keifen und mit Pfefferspray drohen etc. und der gestörte Hund an ihrer Leine wird nur noch aggressiver. Interessanterweise sind es meistens Frauen die sozialgestörte Hunde haben....
      Man kann seinen Hund nicht vor allem beschützen, Hunde müssen ihre eigenen Erfahrungen machen. Sie müssen auch mal von einem anderen Hund einen d'rüber bekommen damit sie wissen was geht und was nicht.
      Jeder der sich einem Hund anschafft sollte lernen ihm zu vertrauen.

      Mein Hund befolgt nicht jedes Kommando, nicht wenn es ihm unsinnig vorkommt (Sitz bei nassem Boden, bring den Ball zurück etc.) aber ich kann mich 100% auf ihn verlassen. Er jagt nicht, er beißt sich nicht mit anderen Hunden, er interessiert sich nicht für Jogger, lässt sich von Kindern am Schwanz und an den Ohren ziehen ohne mit der Wimper zu zucken). Und die von euch so verabscheuten ungezogenen Kleinsthunde beachtet er nicht, klappt seine Ohren zurück und trägt sie Schnauze ein Stück höher damit sie ihn nicht in die Nase beißen. Und er würde sein Leben geben um mich zu beschützen.

      Und ich gehöre nach der Ansicht einiger Leute wohl zu den unmöglichen Hundehaltern. Aber mir und meinem Hund ist das vollkommen egal. Wir stehen darüber.
      Sollen sie sich doch alle Stress machen und schimpfen und toben. So wie sie sind, sind auch ihre Hunde.

      Beste Grüße
      Die entspannte Claudia und ihr gelassener Paul
    • Hallo Claudia,

      du sprichst mir teilweise echt aus der Seele und in deinen Ausführungen vom panischen Hundehalter kann ich viele Hundehalter erkennen und sogar meinen Vater, der Gismo am Anfang nicht vertrauen konnte um ihn ohne Leine laufen zu lassen. Mein Vater wird dann immer sowas von hibbelig, man merkt ihm die Anspannung richtiggehend an und er hat IMMER die Hundepfeife im Anschlag damit er bei dem kleinsten "Problem" pfeifen kann.
      Dadurch dass mein Vater so hibbelig ist, ist Gismo dann auch immer auf Hab-Acht-Stellung und umso aufmerksamer. Dadurch hat er schon öfter Hasen, Hunde etc. als Erstes gesehen und war dann auch schon mal "weg". Trug nicht gerade der Entspannung meines Vaters bei ^^.
      Mittlerweile sind wir aber auf einem guten Weg mit Hilfe der Hundeschule und einem immer besserem Grundgehorsam von Gismo und Erzählungen von mir wie es mit Gismo ohne Leine funktioniert, dass auch mein Vater lernt, dem Hund zu vertrauen und nicht gleich nervös zu werden.

      Gismo läuft, wenn er bei mir ist, von Anfang an im Park ohne Leine. Klar war ich Anfangs auch nervös, da wir vorher nur Hunde hatten die weg waren sobald man sie losgemacht hat. Aber ich hab nach 2-3 Spaziergängetn gemerkt, je entspannter der Hundehalter ist, desto entspannter ist auch der eigene Hund und es klappt draussen oft ohne großartige Probleme mit dem Freilauf ( einigermaßen Gehorsam vorausgesetzt, bringt ja nix, wenn der Hund wegrennt, wenn er was Tolles sieht ). Ich bin froh, dass mein Vater nun auch immer mehr lernt dem Hund zu vertrauen und dass er merkt, dass Gismo gar kein Verlangen hat Stunk anzufangen oder sonstwas, da Gismo anderen Hunden die ihm komisch vorkommen aus dem Weg geht.

      Sie müssen auch mal von einem anderen Hund einen d'rüber bekommen damit sie wissen was geht und was nicht.


      Das hier, kann ich aber nicht so ohne Weiteres unterschreiben. Klar müssen Hunde eigene Erfahrungen machen, aber wenn Hund es von Anfang an nicht durfte, kann aus solchen Erfahrungen schnell eine handfeste Beisserei werden. Vorallem, weil man nicht weiß, ob der Hund gegenüber gut sozialisiert ist und nur mal "knufft" um dem anderen Hund zu zeigen "Bis hier her und nicht weiter" oder ob der Hund dies ebenfalls nie gelernt hat und dann sofort richtig heftig angreift.

      Meine Meinung ist daher, dass man generell den Hund an der Leine haben sollte, wenn man nicht weiß mit welchem Hund man es im Gegenüber zu tun bekommt. Man kann nie einschätzen, wie Hund und Halter vielleicht reagieren. Man sieht ja auch, dass je nach Verhalten des HuHa die Hunde auch angestachelt werden um agressiv zu sein. Und da würde ich nie riskieren wollen, dass mein Hund gebissen wird nur weil er eigene Erfahrungen machen soll.
      Ansonsten, wenn der eigene Hund gut hört und sozialisiert ist, spricht natürlich nix dagegen ohne Leine zu laufen.
      Liebe Grüße

      Carina
    • Manche Hundehalter machen sich auch einfach überhaupt keine Gedanken. Mir kam beim Reiten mal eine Spaziergängerin mit freilaufendem großem Hund entgegen, der ihr gut 100 m voraus lief (sie kümmerte sich nicht weiter drum). Der kreiste um mein Pferd und schnupperte an dessen Hinterbeinen - frei nach dem Motto: "Riecht lecker, man könnte mal einen Testbiß setzen". Der Hund umkreiste das Pferd (Beute) bis die Besitzerin uns endlich erreichte. Die machte auch keinerlei Anstalten, ihren Hund vom Pferd wegzuholen. Meine Stute ist super erzogen und absolut nervenstark, sonst hätte das echt ins Auge gehen können. Ich hab dann nur ganz trocken gesagt: "Wundern Sie sich bitte nicht, wenn Ihr Hund tot getreten wird". Kinders, das war ein Spaß! Man konnte richtig sehen, wie ihr der Unterkiefer runterfällt. Wie kann man nur so gedankenlos sein? Zu schade, daß mein Pferd nix tut. Der Hund hätte der Stute wahrscheinlich an einem Bein rumkauen können - die hätte weggezuckt, aber nicht getreten, ist eine ganz Liebe - manchmal zu lieb. Ein Bekannter von mir hält Hengste und wenn ein Hund in deren Reichweite kommt, machen die ihn sofort tot (die haben schon einige auf dem Gewissen). Sowas hätte ich manchmal auch gerne. Was eigentlich schade ist, aber ich hab auch den Eindruck, wie soviele hier, daß sich immer mehr Leute Hunde anschaffen, die weder eine Ahnung von noch ein Gespür für diese Tiere haben.

      Ich erlebe auch oft Hunde, die total gestreßt sind, weil die Besitzer sie nicht erziehen. Oft höre ich Argumente wie: "Warum soll ich den armen Kerl dressieren? Ich lasse ihn einfach Hund sein". Dabei vergessen sie, daß Hunde Rudeltiere sind und eine klar geregelte Rangordnung brauchen. Bekommen sie die nicht, fühlen sich viele Hunde genötigt die Chefrolle zu übernehmen und "ihr Rudel" gegen Außenstehende verteidigen zu müssen. Das ist totaler Streß für die armen Tiere.

      Deshalb bin ich für die Einführung eines "Hundeführerscheins" mit entsprechender Prüfung und Ausbildung in einer Hundeschule. Von Ernährung bis Erziehung sollte alles gelernt und geprüft werden. Ohne so einen Schein sollte niemand einen Hund halten dürfen. Für Pferde sollte man sowas auch einführen, da ist die Lage ähnlich. Nur mit dem Unterschied, daß Reiter, die ihre Pferde nicht unter Kontrolle kriegen, meist ausschließlich in Reithallen vor sich hindümpeln, wo sie zumindest nicht Unbeteiligte in Mitleidenschaft ziehen. Ist aber nicht schön für die Tiere.

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    • Hi Jutta,
      sicherlich hast Du Deine Gründe, so verbittert über Hunde und ihre Besitzer zu Urteilen.
      So weit zu gehen, einem Hund den Tod zu wünschen, zeugt für mich aber nicht unbedingt von Toleranz und Reife - das finde ich geschmack- und niveaulos :S
      :)) Liebe Grüße, Manuela

      Lächeln ist die eleganteste Art, seinem Gegner
      die Zähne zu zeigen.
      (Werner Finck, Kabarettist, Schriftsteller und Schauspieler)

    • Bevor mein Pferd von einem Hund verletzt wird, soll es den lieber platt machen. Was kann ich dafür, wenn der Halter so verantwortungslos ist?

      Ich bin durch Hunde schon selbst verletzt und unzählige Male in gefährliche Situationen gebracht worden. Mir ist die eigene Sicherheit wichtiger als das Leben von Hunden, die das Pech haben, an verantwortungslose Halter geraten zu sein. Auch wenn die natürlich nix dafür können (die Hunde meine ich - die Halter schon).
    • Hallo Jutta,

      ich kann Manuela hier nur recht geben. Schade dass Du so über Tiere denkst, die wirklich nichts für ihr Verhalten können (daran sind die Besitzer/ Vorbesitzer schuld)
      Deswegen erzähle ich Dir jetzt diese Geschichte:

      Ich gehe jeden Tag mit unserem Hund in den Wald, da ich eben genau solche Vorgartenerlebnisse wie die Deinen vermeiden will. Auf den Hauptwegen gibt es einen EXTRA Weg für Pferd und Reiter, den aber kaum einer unserer Reiter Ernst zu nehmen scheint. Jedes mal kommen sie mir auf der Mitte des befestigten Weges entgegen, pflügen den Boden um und machen sich nicht den Umstand auf den speziell für sie angelegten Weg zu wechseln. (wäre ja auch zu schön wenn der Reiter auf seinem edlen Ross sich Umstände machen müsste) Ich bleibe aber konsequent auf dem Weg, da unser Hund nicht mal weiß, dass er Zähne hat und bellen kann. Wir spazieren an dem Pferd vorbei (Abstand ca. 2m mein Hund ist an der Leine und läuft geradeaus) und der Reiter pöbelt mich mit einer Arroganz an, die so ziemlich alles übertrifft was ich je erlebt habe. Das ist mir nicht nur einmal passiert, noch dazu kommt, dass es verschiedene Personen waren. Trotzdem hetze ich nicht über Reiter, ich wünsche ihren Pferden auch nicht den Tod obwohl sie den falschen Weg benutzen, umgraben und mit Pferdeäpfeln bombardieren.
      Ich weiß, dass die Pferde nichts dafür können und das nicht alle Reiter so bescheuert sind.
      Das selbe Verständnis erwarte ich dafür aber auch von der Gegenseite, das ist für mich ein Geben und Nehmen, Leben und leben lassen.

      Unser Hund lebt schon 13 Jahre bei uns, also seit ich ein Kind war. Er hat in dieser Zeit nie irgendjemanden gebissen, angefallen oder auch nur angeknurrt. Er macht nicht in Vorgärten, auf Gehwege oder in öffentliche Parks und er frisst weder sein Erbrochenes, noch die Pferdeäpfel die im Wald auf den Wegen liegen. Weswegen siehst Du also Dein Recht darin, so generalisierend und umfassend über Hunde und ihre Halter herzuziehen?
      Ich hoffe Du denkst mal darüber nach! ;)
      Gruß Timo
      "What goes up will surely fall, and I'm counting down the time" - Hit The Floor, Linkin Park (c)

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