Angepinnt Haltungsbeschreibung für Andersoni

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Haltungsbeschreibung für Andersoni


      Bei einer Haltung im Aquarium darf keine Vergesellschaftung mit anderen Arten erfolgen, sondern nur mit gleichgroßen Artgenossen. Warum? Andersoni sind entweder Jäger oder Gejagte. Gleichwohl gibt es die Möglichkeit sie z.B. mit Schnecken zu vergesellschaften. Dazu unten mehr. Eine Vergesellschaftung mit anderen Arten, z.B. Axolotl, darf auf keinen Fall erfolgen! Es kann zu einer Artvermischung kommen und diese wäre fatal! Zudem würde es den Axolotl wahrscheinlich auch sehr bald "an den Kragen" gehen, da die tagaktiven Andersoni wesentlich aggressiver auftreten und auch ansonsten einen eher lebhaften Lebensstil führen. Untereinander verhalten sie sich völlig problemlos und gegenseitige Verbisse sind eigentlich unbekannt.


      Der Standort


      Der Standort sollte auf jeden Fall so gewählt werden, dass kein Tageslicht direkt in das Becken einfällt. Helles Licht mögen die Andersoni nicht, obwohl sie Tagaktiv sind, und im Sommer, bei hohen Außentemperaturen, kann es äußerst problematisch werden, da sich das Becken schnell auf bedenkliche Temperaturen aufheizt und dies die Tiere arg stresst, sie somit auch krankheitsanfälliger macht. Die Temperatur darf 20° C, auch im Sommer, nicht überschreiten, bzw. besser noch um einiges darunter liegen. Ideal bis 19° - Tipps zur Temperatursenkung gibt es weiter unten.


      Das Aquarium


      Bei optimaler Pflege kann man in ein Becken von 100 x 40 x 50 cm = 200 Liter max. 4 Andersoni einsetzen.

      Die Becken dürfen nur bis höchstens ca. 10 cm unter den Rand gefüllt werden. Da sie äußerst schnell und agil sind, manchmal sogar mit dem halben Körper aus dem Becken kommen, ist eine Abdeckung oder mindestens eine Glasinnenkante angebracht!


      Der Bodengrund


      Der optimale Bodengrund sollte möglichst feinkörnig sein. Kies sollte eine Körnung von max. 1-3 mm haben, da die Tiere diesen beim Fressen mit aufnehmen, teilweise herunterschlucken und bei zu großen Steinen sterben können. Andersoni graben auch sehr gerne den Bodengrund um. Aufgetürmte Häufchen oder bis auf den blanken Glasboden freigeschaufelte Ecken sind keine Seltenheit. Bei zu grobem oder scharfkantigem Bodengrund kann es zu Verletzungen der Zehenkuppen kommen.


      Die Einrichtung


      Sie leben hauptsächlich am Beckenboden, was bei der Einrichtung des Aquariums berücksichtigt werden muss. Neben geeignetem Kies eigenen sich alle bekannten Aquaristiktauglichen Einbringsel. Voraussetzung ist auf jeden Fall, dass diese Gegenstände keinerlei Schadstoffe wie Weichmacher o.ä. an das Wasser abgeben. Ob die Andersoni damit glücklicher sind, wage ich zu bezweifeln. Pflanzen sind von Andersoni gerne gesehen, müssen aber die Beckentemperaturen vertragen können. Dazu unten mehr. Wichtig sind auf jeden Fall gute und genügend Versteckmöglichkeiten. Am wohlsten fühlen sich die Tiere in Höhlen, die preisgünstig erhältlich sind. Größere, eher flache Steine, werden gelegentlich auch eingesetzt. Wurzeln im Andersoni-Becken sollte man nicht einsetzen. Früher oder später finden sich Fäulnisstellen daran, und darauf reagieren die Andersoni sehr empfindlich.


      Die Temperatur


      Die Wassertemperatur sollte, entsprechend ihren Heimatgewässern, zwischen 10° und 20° liegen, aber auf jeden Fall unter 23° C, (nur kurzfristig..) da höhere Umgebungstemperaturen die Tiere für Pilzinfektionen anfällig machen und sie unter Stress setzen. In der Regel sollten die Tiere zwischen 15° und 19° Celsius gehalten werden. Beim Wasserwechsel muß bei den Andersoni das Wasser langsam eingelassen werden, und der Temperaturunterschied darf nicht so groß sein, sonst geraten sie in starke Hektik.


      Die Nachzuchttiere in den Aquarien benötigen im Winter keine Absenkung der Temperaturen. Allerdings vertragen sie während dieser Zeit problemlos Temperaturen um oder sogar unter 10° Celsius.


      Erkrankte Andersoni gesunden i.d.R. besser, wenn das Wasser für einige Zeit bis auf 10 °C abgekühlt wird, was ungefähr der Wintertemperatur ihrer Heimatseen entspricht. Andersoni tolerieren zwar Temperaturschwankungen, sollten ihnen aber nicht dauerhaft ausgesetzt sein. Schwer erkrankte Tiere kann man, bis zu einem Tierarztbesuch, in einem passenden Behältnis problemlos in den Kühlschrank stellen. Dort liegen die Temperaturen normalerweise bei 4° - 8° C. Ersticken können sie dort nicht!


      Filterung


      Als eine sehr gute, biologisch wirksame Filtermethode hat sich der Hamburger Mattenfilter (HMF) herauskristallisiert, der sich einerseits durch eine lange Standzeit und andererseits durch einen sehr geringen Wartungsaufwand auszeichnet und zudem eine äußerst preisgünstige Filtermethode ist.


      Pflanzen


      Pflanzen mögen die Andersoni sehr, da sie sich gerne, z.B. nach dem Luftschnappen, auf bzw. in ihnen niederlassen und auch darin/daran ablaichen. Neben der Wasserpest (Elodea) verträgt z.B. auch Javamoos oder Hornkraut die meist niedrigeren Beckentemperaturen ganz gut. Das Licht sollte nicht zu grell sein, da sie sonst unruhig werden können. Durch Schwimmpflanzen oder sonstige geeignete Dämpfungsmaßnahmen kann man dies gut verhindern. Eine Beleuchtungsdauer von etwa 9-10 Std. am Tag ausreichend. Die Andersoni benötigen (gedämpftes) Licht, da sie tagaktiv sind. Javafarn, Hornkraut, Cabomba, diverse Echinodorus-Arten, Wassernabel und Mooskugeln eigenen sich ebenso gut und kommen auch mit den Temperaturen klar.


      Vermehrung


      Die Zucht der Andersoni gilt als ausgesprochen schwierig. Die Balz findet normalerweise bei einem
      langsamen natürlichen Temperaturanstieg des Wassers im Frühjahr statt.


      Mitbewohner


      Eine Vergesellschaftung mit anderen Arten, z.B. Axolotl, darf auf keinen Fall erfolgen! Es kann zu einer Artvermischung kommen und diese wäre fatal! Zudem würde es den Axolotl wahrscheinlich auch sehr bald "an den Kragen" gehen, da die Tagaktiven Andersoni wesentlich aggressiver auftreten und auch ansonsten einen eher lebhaften Lebensstil führen.
      Zebrabärblinge sind problemlose Mitbewohner bei größeren Andersoni. Ebenso eignen sich Guppys (die regelmäßig als Futter angesehen werden) sowie Kardinalfische.


      Apfelschnecken, Posthornschnecken, Turmdeckelschnecken, Spitzhornschnecken sind problemlose und schöne Mitbewohner in einem Andersoni-Becken und werden von vielen Haltern eingesetzt.
      Viele Grüße, Hartmut

    • Hallo Chrissi,

      Axolotl sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere. Sie benötigen überhaupt kein Licht, d.h. eine passive Beckenbeleuchtung durch die normale Raumhelligkeit würde ihnen nicht nur ausreichen, sondern sogar erfreuen (sofern sie zu dieser Emotion fähig wären ;) ).

      Die Aquarienpflanzen hingegen würde es "hinraffen" :D . Man kann durchaus ein Becken auch so einrichten, dass es nur aus Höhlen und Versteckmöglichkeiten besteht. Allerdings muss man dann auf den überaus positiven Aspekt der biologischen Aktivitäten der Pflanzen verzichten.
      Viele Grüße, Hartmut

    • Hi Hartmut!

      Ich habe mal in einem Thread (ich glaub von Christina) gelesen, dass man auch bei der Fütterung aufpassen sollte. Regenwürmer scheinen wohl in einer "Testreihe" Auswirkungen auf die Meta gehabt haben - wenn ich mich richtig erinnere. Ich fände es also super, wenn das noch in deine absolut :sup: Übersicht noch mit rein kommen würde. Nicht jeder liest sich hier ja jeden Post durch, sondern nur die nackten Fakten?!

      Liebe Grüße
      Sabrina
      Vergiss Chuck Norris, Spongebob grillt unter Wasser! 8)
    • Hallo Sabrina,

      erstmal Danke für Dein Lob. :hüpf:

      Die Fütterung habe ich bisher meist herausgehalten, da es insgesamt noch einige Fragen zu klären gibt. Ich werde dieses Thema mit Christina nach dem Urlaub einmal besprechen und dann den Text einfügen.

      Wer bisher von Christina oder mir Andersoni-Babys bekommen hat, wurde aber auf jeden Fall davon unterrichtet, keine Regenwürmer zu füttern. Das einzig gesicherte darüber, was wir wissen ist, dass es in Aufzuchten "anderer" ohne Regenwürmer zu keinen Metamorphosen kam, jedenfalls ist dass mein aktueller Wissenstand. Wir bleiben am Ball. ;)
      Viele Grüße, Hartmut