Schnecken gegen Braunalgen

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    • Schnecken gegen Braunalgen

      Hallo meine Lieben,

      Ich hab momentan so ein doofes Braunalgen-problem in meinem Lotibecken. Sie sind einfach überall, auch auf den Pflanzen, Höhlen, an den Scheiben. Jetzt hätte ich ganz gerne wieder Schnecken in meinem Becken, aber meine kleinen Monster vertilgen alles was nicht niet und nagelfest ist. Das heißt PHS kommen leider nicht mehr in Frage. Gibt es Schnecken, die so groß sind, dass sie nicht ins ausgewachsene Lotimaul passen? Welche wären es und wo bekomme ich sie BD-frei her? Oder gibt es vielleicht noch andere Tierchen, die ich rein setzen könnte zur Algenvernichtung?

      Liebe Grüße und ich starte jetzt mal wieder eine Großputzaktion :thumbdown:
    • Hey. Hast Du schon das Licht ein wenig reduziert? Ich hab zurzeit dasselbe Problem :thumbdown: ||
      Ich persönlich kann von sehr guten Erfahrungen mit Sumpfdeckelschnecken berichten. Meine Lotl beachten sie nicht wirklich, egal ob hungrig oder nicht. Ich hab sie auch noch nie nach den schnappen sehen. Die Schnecken bewegen sich überall frei herum auch mal unterm Lotl durch oder am besten würden sie glaub ich rüber schnecken :D Meine sind jetzt ca. 2.5cm groß und mein Wildling Mann ist fast 30cm groß, komplett ins Maul würden die nicht passen. Ob sie nun dazu beitragen das ich weniger Algen hab, kann ich so nicht sagen. Hast Du es denn Mal mit PHS versucht? Und warum sagst Du sie vertilgen alles, mit welchen Tieren hast Du es denn Mal probiert?
    • Ich werde das mit Licht reduzieren versuchen, glaube nämlich auch, dass sie vom Tageslicht kommen. Habe ein Eckfenster und das Aquarium steht daneben, ist jedoch die Schattenseite des Hauses, also keine direkte Sonneneinstrahlung. Das heißt, dass das Tageslicht von der rechten Seite des Aquas rein kommt. Und da ist der Algenbefall am stärksten zu beobachten. In Richtung Raummitte, also von links nach rechts des Aquariums wird der Befall immer weniger bis gar nicht.
      Ich hatte schon sehr viele PHS, zweimal um die 80 Stück und von klein bis groß. Alle wurden gefressen. Ich könnte sogar einen Loti beobachten wie er in einem einzigen Häufchen vier Schneckenhäuser mittlerer Größe ausgeschieden hat :wacko:
    • Hallo Natascha,
      Kieselalgen bilden braune Algenbeläge, die in der Regel in einem neu eingerichteten Aquarium nach etwa 1 bis 3 Wochen Standzeit auftreten. Diese Algen überziehen dabei sämtliche Oberflächen im Becken wie Bodengrund, Technik, Blätter von Wasserpflanzen und Dekoration. Sie können jedoch auch sehr fest sitzende, dauerhafte, braune Beläge an den Scheiben von schwach beleuchteten Becken bilden. Kieselalgen werden auch Diatomeen oder Bacillariophyta genannt und umfassen viele Gattungen und Arten. Aquarianer bezeichnen sie aufgrund ihrer Farbe auch gern als "Braunalgen". Dies ist jedoch nicht ganz korrekt, weil die echten Braunalgen (Phaeophyceae) eine andere Algengruppe sind und bis auf wenige Ausnahmen im Salzwasser vorkommen.


      Ein Befall mit diesen Algen während der sogenannten Einfahrphase eines Aquariums ist vollkommen normal und bedarf keiner großen Gegenmaßnahmen. In der Regel werden Kieselalgen einige Wochen später durch Grünalgen-Beläge verdrängt und tauchen dann nicht mehr auf.
      Kieselalgen benötigen für ihr Wachstum Silikat, genauer gesagt Siliziumdioxid, weil sie daraus ihre schachtelförmige Zellenhülle aufbauen. Verwendet man in seinem Becken Leitungswasser, wird mit diesem oft so viel Silikat eingebracht, dass Kieselalgen in einem neu aufgesetzten Aquarium genügend Nahrung finden. Auch aufgrund der mangelnden Konkurrenz durch andere Algen und Mikroorganismen können sich Kieselalgen dann rasch ausbreiten.

      Wie schon oben erwähnt, werden in der Einfahrphase die Kieselalgen nach und nach von anderen Algenarten verdrängt, besonders von Grünalgen-Arten. Um das Wachstum einzudämmen, kann man die braunen Beläge allerdings auch recht einfach entfernen, etwa durch Absaugen mit einem Schlauch.

      Auch Tiere können die Algen bekämpfen, dazu zählen sämtliche Schnecken und Garnelen, außerdem verschiedene Saugwels-Fischarten. Welse verbieten sich aber bei den Lotl, weil sie gerne an ihnen knabbern. Schnecken und Garnelen werden gerne gefressen.

      Bei einem sehr hohen Silikatgehalt, kann man ihn senken durch eine Umkehr-Osmoseanlage, dies ist aber wohl überdimensioniert. Diese entfernt nahezu restlos sämtliches Silikat aus dem zu verwendenden Wasser.


      Hier handelt es sich um biologisches Phänomen, das zum Biotop Aquarium einfach dazu gehört und irgendwann verschwindet, also abwarten und Tee trinken :essen:

      Liebe Grüße
      Jutta


      .
      Geh der Sonne entgegen, dann fallen die Schatten hinter Dich.
    • nachtschatten schrieb:

      Ich hatte meist immer 10h Licht, jetzt hatte ich es erstmal auf 4h und dann auf 6h reduziert. Und jetzt haben sich die Algen zurück gezogen :froehlich:
      Ohhh gefräßige Lotl =O :D wie groß sind sie denn? Hattest Du auch so richtig große PHS versucht? Ab 2cm
      So richtig große wüsste ich nicht wo ich die herbekommen könnte, aber wenn du einen Tipp dafür hättest, würde ich das gerne versuchen.
      Meine Lotl sind schätzungsweise um die 27 bis 30 cm groß. Gemessen habe ich sie bisher noch nicht.
    • Jutta, das hast Du richtig schön erklärt.

      Ich habe immer einige Blsenschnecken im Becken. Die größeren werden natürlich gefressen, aber der Nachwuchs schneckt an den Scheiben entlang.

      Was den Staub und die Algen betrifft, sauge ich, wenn es mir tätsächlich zu vile wird, etwas mit einem Luftschlauch ab oder verwende auch mal einen Schwamm, um die Blätter zu reinigen. Alles in allem aber nur etwas für die Optik. Das Ganze äßt mit der Zeit nach. Wenn das Becken aber auf der einen Seite tatsächlich mehr algen aufweist, weil es in Fensternähe steht, könntest du Pappe oder eine Rückwandfolie anbringen.
      LG Ines ;)

      Wo immer sich eine Katze niederlässt, wird sich das Glück einfinden. (Sir Stanley Spencer)

      Forentreffen in Börnicke bei Bernau (Berlin) am 29.07.2017



    • Hallo Jutta,

      vielen Dank für deinen sehr interessanten und ausführlichen Beitrag. Jetzt läuft mein Aquarium aber schon seit Ende Februar. Die Lotis sind seit Anfang April drin. Ich hatte auch bisher noch kein Problem mit irgendeiner Art von Algen. Ab und an mal an vereinzelten Stellen auf den Höhlen etwas Grün, aber ließ sich relativ leicht entfernen und störte auch nicht, da es echt sehr kleinflächig war. Aber dieses unschöne braun hat an den Scheiben angefangen und sich schnell verbreitet. Und ich vermute wie gesagt, dass es vom Tageslicht kommt, weil dort wo das Licht am stärksten einfällt auch der Belag am stärksten ist und sich sehr verringert in Richtung Raummitte. An den kleinen Tontöpfchen ließ sich auch gut erkennen, dass auf der Tageslichtseite Belag ist und auf der anderen Seite der Töpfchen nichts ist. Der Belag ließ sich leicht entfernen und ich hoffe es bleibt sauber...
      Schneckchen oder andere Lebewesen hätte ich trotzdem total gerne noch im Aquarium.
    • Wie viele Becken hast Du denn?
      Eigentlich würde ich Dir auch eher zu SDS raten, einfach weil sie die Möglichkeit haben sich zu schützen durch den Deckel. Da kommen die Lotl so nicht ran. Bei PHS kommt es ja auch leider öfter vor, das die denen die Köpfe abbeißen X/ es ist zwar nicht schön, wenn sich die Schnecken ständig verstecken aber ich würde es einfach testen mit SDS, wenn nicht gibt es hier im Forum ja genügend Leute die welche suchen und sie Dir dann bestimmt gerne annehmen.
      Ich würde dir auch gerne welche geben, hab zurzeit 10 Babys :love: aber die sind leider noch zu klein.
    • Axolotl-Novize schrieb:

      Bei einem sehr hohen Silikatgehalt, kann man ihn senken durch eine Umkehr-Osmoseanlage, dies ist aber wohl überdimensioniert. Diese entfernt nahezu restlos sämtliches Silikat aus dem zu verwendenden Wasser.
      Osmoseanlagen sind grundsätzlich bei Axolotln nicht angebracht :thumbup:

      Daisy schrieb:

      Jutta, das hast Du richtig schön erklärt.
      Das muß ich auch sagen :knuddel

      Tasche schrieb:

      Und ich vermute wie gesagt, dass es vom Tageslicht kommt, weil dort wo das Licht am stärksten einfällt auch der Belag am stärksten ist und sich sehr verringert in Richtung Raummitte. An den kleinen Tontöpfchen ließ sich auch gut erkennen, dass auf der Tageslichtseite Belag ist und auf der anderen Seite der Töpfchen nichts ist.
      Richtig erkannt :thumbsup: Da läßt sich doch sicher Abhilfe schaffen, daß kein Tageslicht mehr einfallen kann :thumbsup:
      Liebe Grüsse von Elke

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    • Vielen Dank für das Lob an alle ( :love: , werd ja ganz rot), habe gerade im Biounterricht mit den 6er das Thema Einzeller und Algen :D und dafür auf diversen Aquarianerseiten recherchiert.

      Die einfachste Lösung ist vielleicht einfach außen einen farblich passenden Tonkarton hinzukleben, sodass kein Tageslicht mehr einfällt.

      Liebe Grüße
      Jutta
      Geh der Sonne entgegen, dann fallen die Schatten hinter Dich.
    • Also ich kann nur von Sumpfdeckelschnecken abraten.
      Hatte selbst welche im Lotlbecken. Leider war Dies sehr stressig für die Schnecken.
      Sie wurden nur belauert und trauten sich kaum aus ihrem Haus. Leider kommt es oft vor , das sie dann jämmerlich verhungern, weil sie dann nichts mehr fressen können .
      Die Lotl ließen sie nicht mehr in Ruhe und hockten nur noch vor den Schnecks.

      Finde das ist dann Tierquälerei.

      Insgesamt ein schwieriges Thema mit Schnecken. Die meisten brauchen warmes Wasser....
      Hinzu kommt....das ich auch Posthörner hatte. Diese wurden von den Lotln teilweise geköpft und halbtot gebissen.

      Alles nichts prickelnd für die Schnecken.

      Als einzige Art eignen sich ,meiner Meinung nach, Blasenschnecken. Die sind so klein das sie nicht erwischt werden.
      :kiss: Liebe Grüße, Denise :rolleyes:
    • Man muss es halt ausprobieren. Ich habe mir ja irgendwann auch ne Zebraapfelschnecke geholt. Sozusagen ne Testschnecke. Wobei ich vorsichtshalber die größte genommen habe, die im hiesigen Zooladen vorhanden war.
      Sie wurde anfangs auch belauert. Und sie hat auch einen Fühler eingebüßt. Aber der ist nachgewachsen. Mittlerweile hab ich sie etwa 3 Monate, sie ist munter, bewegt sich jeden Tag und mangels Jagterfolg ist sie für die Lotl uninteressant geworden. Jetzt ist eher sie es, die aus purer Sturheit auf ihrem Weg die Lotl einfach bei Seite schiebt. Und die Fühler sind wieder schön lang. Sie hat halt gelernt, aufzupassen.
      Andererseits habe ich hier hin und wieder gelesen, Blasenschnecken würden sich in Axolotlbecken halten. Ich hatte mir zur Einlaufphase durch Pflenzen welche eingeschleppt. Die waren aber sehr schnell verschwunden, als die Lotl ins Becken kamen. Nur die ebenfalls eingeschleppten mininapfschnecken können sich halten.
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